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Der aktuelle Terminkalender

Hier solltet Ihr einen kleinen Überblick bekommen, wo wir noch hinwollen, damit Ihr nicht gerade dort hinfahrt wo wir hin wollen. Denn darum sind wir ja von zuhause abgehauen.

Los gehts voraussichtlich am Mo den 10.3.08 von Salzburg aus nach Hof zu unseren Freunden - denen wollen wir auch noch ein bisschen auf die Nerven gehen bevor wir weg sind!!
Aber dann gehts weiter nach Hamburg wo am 17.3.08 unser Schiffchen die Anker lichtet! Werden 35 Tage unterwegs sein und hoffentlich nicht die ganze Zeit kotzen (wie uns schon viele prophezeit haben......)!
Unser Dampfer ist ein Frachtschiff der Grimaldi Linie (RoRo), haben dort eine Innenkabine gebucht und auch das Essen ist inklusive.
Wo und wann wir zwischendurch an Land gehen ist uns bis jetzt noch nicht bekannt, werden wir euch später berichten !

10. März 2008: Wir bekommen am eigentlichen Tag der Abreise endlich die Papiere für unsere Überfahrt. Das Ablegedatum der Grande Amburgo, unseres Schiffes, wird auf ca 19.3.08 zurückverlegt. Das heisst für uns, wir können 1. das Chaos, dass in unserer Wohnung herrscht, noch etwas bereinigen! Zum 2.- unser Auto ist noch nicht eingeräumt, auch das können wir noch so erledigen, dass das ganze Klumpert, das wir rein zu packen haben, nicht jedesmal entgegen fliegt, wenn wir eine Tür öffnen.
Auch ein privates Problem bei unseren Freunden in Germany zwingt uns, alles noch nach hinten zu verschieben.
Also klettern wir noch geduldig bis Donnerstag, den 13., über unsere Kleiderhaufen, um z.B. in die Küche oder so zu gelangen....

Anreise Hamburg

Sind am 13.03.08 nun endlich Richtung Deutschland gestartet was auch Zeit wurde weil wir meiner Verwandschaft schon ziemlich auf die Nerven gingen mit unseren Abschiedsfeiern die wir jeden Tag aufs Neue starteten ;-o)
Sind jetzt bei unseren Freunden in Hof an der Saale gestrandet und werden diese bis Sonntag belästigen - danach geht es auf nach Hamburg wo wir am Di den 18.03.08 gegen Mittag am Hafen sein müssen um unser Auto zu verladen. Am Mittwoch um 7.00 ist dann die Abfahrt geplant. Von So bis Di werden wir uns noch Hamburg anschauen (Richard ist schon ganz scharf auf die Reeperbahn !!!!) - vielleicht werd ich dann am Mi alleine auslaufen mal schaun ;-o)

Hamburg

Sind am Sonntag Abend dann endlich nach ca. 6 Stunden Fahrt in Hamburg auf der Reeperbahn (da war unser Hotel) angekommen.....
Montag machten wir dann Sightseeing mit einer Stadtrundfahrt und einer Schiffsbesichtigung da wir ja wissen wollten was da auf uns zukommt!!!

Die Cap San Diego ist ein Bananenfrachter von 1962 und mit dem Aufkommen der Container aus dem Dienst genommen worden. Jetzt dient das Schiff als Museumsschiff, und ist echt interessant!

Für alle, die´s noch nicht wissen- Hamburg ist echt genial! Ist echt eine Reise wert, auch wenn ich (Richard) nicht in die Herbertstrasse durfte, was aber an Petra lag.....

Dienstag, 18.3.:
Sind am Nachmittag am Hafen angekommen, und werden erst mal mit dem Shuttlebus durchs Hafengelände zur Grande Amburgo gebracht, das Auto muss noch bei der Einfahrt warten. Wir dürfen den Wagen erst am Mittwoch an Bord bringen. Wir werden aber schon am Tor gewarnt- die Leute sind es nicht gewohnt, Passagiere mit Fahrzeugen zu transportieren- aufzupassen, dass das Schiff nicht ohne Auto ablegt. Sei erst vor kurzem passiert...
Die Abfahrt von 7.00 Morgens hat sich wieder verschoben, und wir verbringen die erste Nacht an Bord!
War aber sehr laut da dauernd LKWS in den Bauch des Schiffes gefahren sind und wir es sogar im 12. Stock noch mitbekommen haben!!

Abreise Hamburg - Ankunft Tilbury

Am 19.03.08 so gegen 22.00 gings endlich los! War aber leider viel zu kalt um die ganze Abreise von draußen zu verfolgen - haben aber ein kleines Stück mitgefilmt - dann haben wir uns in unsre Kabine verzogen!
Wenn wir auf See sind schlafen wir eigentlich sowieso die ganze Zeit - außer wenn es an der Zeit ist Futter auszufassen (hab mir schon überlegt Richard gegen den Koch auszutauschen, aber nicht weil er so schön ist sondern weil das Essen hier an Bord einfach der Hammer ist !!!). Naja jedenfalls ist dieses Schaukeln ziemlich einschläfernd sag ich euch aber seekrank sind wir bis jetzt noch nicht geworden (zum Glück!!!).
Sind gestern bzw. vorgestern Nacht in Tilbury angekommen und haben uns dann gestern (22.03.08) natürlich sofort auf den Weg nach London gemacht!Wir sind den ganzen Tag quer durch London gelaufen und waren am Abend ziemlich geschafft !In London war richtiges Aprilwetter - mal Sonnenschein, mal Schnee - und erst dieser saukalte Wind....trotzdem war es toll !!!! Ich hätt mir ja gern am Abend Dirty Dancing angesehen - Richard hat aber gestreikt - leider.......


Von England über Belgien nach Spanien nach Afrika

Weiter gings von Tilbury am Ostersonntag 23.03.08 nach Antwerpen. Dort sind wir am 25.03.08 gestrandet. Leider war es auch in Antwerpen saukalt - fast noch schlimmer als in London, wir hatten richtiges Schneetreiben.....ansonsten wär es aber eine wunderschöne Stadt (siehe Galerie).
In Antwerpen sind dann Jürgen und Petra mit Laila (2 Jahre) zugestiegen die ebenfalls mit dem Auto quer durch Südamerika wollen.
Haben dann Belgien verlassen und sind Richtung Spanien geschippert. Und da war es dann endlich soweit - Sonnenschein pur !!!!! Los gings zur nächsten Stadbesichtigung nach Bilbao! Ist eine ganz nette Stadt nur leider konnten wir nirgends einen richtigen Stadtplatz mit Restaurants und Cafes finden also großer Minuspunkt!!! Naja wie gesagt dafür war es herrlich warm!
Nun geht es weiter nach Afrika wo ein Großteil der an Bord geladenen Autos bzw. Schrotthaufen (Richard nennt es einen wunderbaren Gebrauchtwagenmarkt - also genau seine Fahrzeuge....) ausgeladen wird (mir blutet das Herz, Anm. Richard!!).
Freitag, 4.April, wir ereichen am Morgen Dakar (Senegal). Damit hat sichs aber schon wieder, erst am Abend können wir in den Hafen einlaufen. Ein anderes Schiff der Grimaldi-Line besetzt das Dock. Wir erleben den Sonnenuntergang, während wir anlegen. Zum Landgang wird abgeraten, zu gefählich sei es im Dunkeln. Auch die 200 Meter bis zum Internet-Cafe, sollten wir höchstens in der Gruppe zurücklegen. Die spielen da sehr gerne mit Messern..... Nachdem allerdings schon der Ausgang vom Hafen eine Prozedur ist, bleiben wir an Bord.
Jürgen und ich gehen noch mal zu unseren Fahrzeugen auf Deck 6- zwei afrikanische Aufpasser sowie ein Mitarbeiter des Schiffes beobachten die Fahrer, die die neuen Seats vom Schiff fahren. Eins ist sicher- ich kauf mir sicher nie ein neues Auto, so wie die da abwerken!!
Am Morgen sind wir schon nach Banjul, Gambia, unterwegs. Wir warten wieder mal den ganzen Tag auf die Flut - die Einfahrt in den Hafen ist erst dann möglich! Das Schiff gleicht im Moment einer Festung, alles ist verrammelt, damit sich ja kein Flüchtling verstecken kann. Wieder kein Landgang, dafür ein lustiges Entladen - die Autos vom Oberdeck werden unter lautem Knrischen der Karosserien aufs brutalste abgeladen. Mit einem fahrtüchtigen Renner werden die nichtfahrtüchtigen zur Verladestelle geschoben, die ganze Zeit stinkts nach verbranntem Gummi wegen der durchgeheden Räder (der Fahrstil der Italiener halt...)!
Der Koch kauft frische Shrimps, und es erübrigt sich die Frage, was es wohl am nächsten Tag zu essen gibt. Gegrillt, und Spaghetti mit Garnelen, voll super. Das Essen ist ein Wahnsinn (wenn man italienisches Futter mag!), drum heisst es Roll on- Roll off- Fähre: Wir werden von Bord rollen...
Sonntag Abend, rechtzeitig zum Einsetzen der Flut legen wir ab, um am Dienstag in der Früh in Freetown, Sierra Leone, einzulaufen.
Dienstag, gegen 7.00 Uhr morgens taucht Land vor uns auf - wir erreichen den letzten Hafen in Afrika, bevor wir übern grossen Teich nach Brasilien aufbrechen.
Ich versuche, eins der freien Netze zu erwischen, um endlich unsere Homepage zu aktualiseren- Fehlanzeige!!!!
Nachmittags bekommen wir vom Kapitän die Pässe, laut Immigration-Office von Sierra Leone dürfen wir allerdings nicht raus! Aber mit dem berühmten Bakschisch geht in Afrika alles! So kommen wir mit unserem "Führer" Salomon (der am Ausgang des Schiffes auf Kundschaft wartet!) ohne irgendwelche Troubles aus dem Hafengelände!
Wir haben nicht viel Zeit, und können uns nur in Hafennähe, mehr oder weniger den Slums, aufhalten. Die Stadt selbst sieht nicht schlecht aus, ein riesiger Sandstrand fällt beim Einlaufen auf. Auch die schönen Häuser beim Ankommen erinnern mehr an Europa, alles schön und gepflegt. Und das, obwohl sich dieses Land erst wieder langsam von einem mehrjährigen Bürgerkrieg erholt! Eigentlich wären hier Diamantenvorkommen, und dieses kleine Land könnte stinkreich sein...
Wir sehen natürlich nur die Schattenseite- bittere Armut, Dreck und Schrott , wohin man schaut!
Am Morgen danach legen wir wieder ab - vorne an Deck der Grande Amburgo kann man jetzt Fussballspielen, soviel Platz ist jetzt zwischen den Containern! Auch auf Deck 6, wo unser Auto steht, ist es jetzt fast leer.
Am Sonntag, den 13. April sollten wir den ersten der brasilianischen Häfen anlaufen, von jetzt an sind wir übern grossen Teich unterwegs, unser Ziel Buenos Aires rückt in die Nähe. Bashir, unser Mesman(Steward oder Mädchen für Alles!!), meint, irgendwann zwischen 23. und 25. sollten wir ankommen!

Brasilien!

Jetzt haben wir es fast geschafft - wir sind seit Sonntag (13.04.08) Abend in Brasilien! Waren fast 6 Tage nur auf See und ich muss zugeben dass ich jetzt schon froh bin dass wir die nächsten Tage mehr Land sehen werden!!
Unser erster Hafen hier war Salvador - wo wir vom Schiff aus einen Ausblick auf lauter Hochhäuser hatten da der Hafen fast in der Stadt ist, war total genial!Haben uns dann natürlich am Montag Morgen sofort auf die Socken gemacht um die Stadt zu erkunden. Erstes Problem war dass uns keine Bank Geld wechseln wollte......Leo und Richard waren sicher in 6 oder 7 verschiedenen Banken und überall hieß es - no Change.....Ich war in der Zwischenzeit schon am Verdursten weil es so heiß war....aber ohne Money keine Getränke also retour zum Hafen und die Bankomartkarte holen. Nächstes Problem einen Bankomarten finden der unsre Karten schluckt, aber diesmal hatten wir schon in der 2. Bank Glück!!! Haben einige Zeit im Internetcafe verplempert und hatten somit leider nicht mehr viel Zeit für die City. Haben einen Markt gefunden wo Richard ungefähr seine 20.igste Sonnenbrille gekauft hat weil er ständig eine ruiniert - was des Geld kostet sag ich euch ;-o) !!! Sind dann noch ein bisschen rumgeschländert und dann retour zum Dampfer wo uns die Crew sagte dass wir eh erst am Abend auslaufen......weiß man eben nie so genau! Jedenfalls würd ich gern nochmal nach Salvador fahren, gibts sicher noch mehr zu sehen, hat mir (uns) sehr gut gefallen!
Einen Tag später(15.04.08) haben wir dann Abends Vitoria erreicht durften aber wieder erst morgens in den Hafen rein! Wie gesagt dass Warten bis wir raus dürfen ist in jedem Hafen sehr mühsam, aber so gegen 10.00 gings endlich los! Diesmal mit dem Taxi zu einem riesigen Shoppingcenter (C&A, Zara...wia dahoam!!!) denn da konnten wir endlich Geld wechseln. Danach gings zum Strand der mehr oder weniger mitten in der Stadt ist! Leider hatten wir keine Badesachen mit - schwerer Fehler!!! Jedenfalls haben wir den ganzen Tag am Beach verbracht mit Bier und Caipirinha war sehr lustig auch wenn wir nicht sehr viel von der Stadt gesehen haben....
Die Taxifahrer fahren hier übrigends wie die Henker - Richard hat schon gemeint des wird lustig bei diesem Verkehr durch eine Stadt zu "rasen" und dabei vielleicht auch noch was zu suchen....naja wir werden spätestens in Buenos Aires live dabei sein!!!
Heute Abend (17.04.08) sollen wir in Rio einlaufen! Darauf bin ich ja schon wirklich gespannt war Salvador schon sehr beeindruckend mit den ganzen Hochhäusern - kam mir vor wie die Skyline von New York......
Bis jetzt hab ich mich auch in diesen ganzen Städten sehr sicher gefühlt - mal schaun ob des auch in Rio so bleibt.....
Mit Rio wars wohl nix....sind erst am späten Nachmittag in den Hafen gekommen und schon am nächsten Morgen wieder weiter gefahren. Haben den Zuckerhut nur von hinten gesehen und die Christus Statue war total mit Wolken verdeckt! Aber vielleicht kommen wir auf unsrer Reise ja nochmal in die Nähe dann würd ich schon gern auf den Zuckerhut rauf fahren & natürlich die Copa Cabana sehen!!!
Gestern 19.04.08 war unser letzter Tag in Brasilien waren in Santos! Naja war jetzt ned so berauschend, die Stadt ist ziemlich runter gekommen und der Strand war auch ned grad der Hammer. Aber besser als den ganzen lieben langen Tag am Schiff sitzen und nix tun. Geht mir nämlich schon ein bisschen auf die Nerven.....wir haben gestern sogar Tischtennis gespielt weil uns (eigentlich mir, Petra) so fad war !!!!!! ja, wir werden hier noch sportlich ;-)
Freuen uns jetzt schon auf Buenos Aires wo wir laut Capitano am 24.4. oder 25.4.08 endlich ankommen werden!
Hab ich eigentlich schon erwähnt dass Richard ein komplettes Spanischgenie geworden ist? Verbringt Stunden damit die Sprache zu lernen - das Problem ist nur - bis jetzt kann er noch nix ;-o) ich hab des gleich wieder aufgegeben - irgendwie wirds schon gehen!
Sind am 21.04.08 am Abend in Uruguay Montevideo eingelaufen. Nach kurzen Diskussionen haben wir uns dann so gegen 21.00 entschieden doch von Bord zu gehen um noch ein Bierchen zu trinken. Spazieren durch die fast leere Altstadt mit sehr schönen Gebäuden und Plätzen, haben leider unsere Kamera nicht mit!Montevideo gilt laut unserem Reiseführer übrigends als das sicherste Land Südamerikas darum waren wir auch so mutig ;-o)


Argentinien und Warten!!

Am Morgen des 22.04.08 setzen wir unsere Schiffsreise auf dem größten Flussdelta der Welt dem Rio Plata in Richtung Zarate (Argentinien) fort. Der Fluss ist so breit (und saudreckig) dass wir immer nur auf einer Seite das Land sehen können.
23.04.08 wir warten aufs Anlegen, stehen mit mehreren riesigen Dampfern am Fluss und warten, und warten und warten.....und mir geht des scho gscheit am Hammer!!!!!!!!!!
Freitag, 25.4., wir liegen immer noch vor Anker.... allerdings, nicht, wie gedacht, vor der eigentlichen Flussmündung nach Zarate, sondern noch vor Buenos Aires!! Die Bauern stecken ihre Felder in Brand, weil es billiger und einfacher ist als die Felder mit Maschinen abzumähen (die natürlich außer Kontrolle geraten sind!!). Und wegen einem Streik der Hafenarbeiter werden im Moment lt. Kapitän nur 300 Fahrzeuge pro Tag ausgeladen- wir haben 1200 an Bord! Er lässt mich ein E-Mail lesen, das letzte Schiff von Grimaldi erreichte Zarate am 14. und verliess es am 20.- tolle Aussichten. Wenigstens ist es heute mal nicht so dunstig, man kann beide Ufer erkennen! Wir stehen am Morgen mit 26 anderen Schiffen da, und schauen (noch immer!) blöd!!!
Gegen 14.00 Uhr dann endlich: ein Boot bringt einen Piloten an Bord, der das Schiff durch den Fluss steuern soll!! Langsam setzt sich die Grande Amburgo in Fahrt, das Warten macht einen ganz deppert!! Wir schippern an Buenos Aires vorbei, und gegen 18.00 Uhr erreichen wir den eigentlichen Fluss, der nicht viel breiter als die Donau ist. Riesige Containerschiffe kommen uns auf dieser Passage entgegen, echt spektakulär!! Gegen 21.30 sehen wir die ersten Lichter der Industrieanlagen (Zarate ist eine kleine Industriestadt!!), aber erst um Mitternacht liegt unser Kahn vor Anker.
Samstag, Morgen: Tolle Aussicht- vor uns ein riesen Areal mit zig-tausenden Neuwagen. Die Stadt wäre zu Fuss in 10 Minuten zu erreichen. Wir warten auf unsere Pässe, hoffentlich kriegen wir die Dinger bald!! Ah, ja, wens interressiert: Wir laden hier, in Argentinien, Citroens, Peugeots, Mercedes und Volkswagen für Europa......
Über Zarate ist nix zu sagen, ein Industriekaff mit nix Interessantem zum Anschauen. Einzig Positives- das Bier kostet 1,60 Euro- der Liter!!!
Sonntag, 27.: Wir werden durch Rauchgeruch geweckt, aber Alarm gibts keinen an Bord. Gegen 7.00 gehe ich nachschauen, man sieht rein gar nix, Nebel und dicke Rauchschwaden hüllen uns ein. Zum Frühstück erfahren wir, was los ist- der Wald brennt, es können nicht einmal die Autos fertig ausgeladen werden, weil man nix sieht.... Schön langsam gehen mir die Argentinier aufn Keks!!
Es kommt, wie es kommen muss: Wir hängen bis Montag Abend in Zarate fest, erst um 7.00 gehts endlich zurück nach Buenos Aires! Wir verbringen einen weiteren Tag an Bord...

Buenos Aires

Dienstag,29.4.: Wir stehen im Hafen von B.A., endlich!! Heute vor genau 6 Wochen sind wir aufs Schiff gekommen!! Nach dem Frühstück gehts Schlag auf Schlag, Kabine ausräumen, Papiere fertig machen (die Zollbeamten sind an Bord!), kurze Überprüfung des Fahrzeuges (ein Blick, ob der Motor drinnen ist???, alles andere interessiert keinen Menschen!), und schon wartet ein Fahrzeug, um uns aus dem Gelände raus zu eskortieren! Wir haben nicht mal Zeit, uns von Leo (unser Mitreisender aus Argentinier) zu verabschieden! Der kann sein ganzes Übersiedelungsgut auseinander nehmen!!
Wir fahren unsere ersten Kilometer auf südamerikanischem Boden, und stauen und kämpfen uns mit Jürgen, Petra und Laila durch den Verkehr der Millionenmetropole. Ist nicht richtig lustig, aber wir schaffens mal zu unserer ersten Stelle, die als "wilder" Campingplatz als Geheimtipp gilt! Allerdings ist jetzt keine Saison, und wir trauen uns nicht, unser Auto einfach mal da stehen zu lassen. Anfrage in der Touristinfo nach einem echten, bewachten Campingplatz schlägt fehl....
Fahren erst mal zu einem Restaurant mit eingezäuntem Parkplatz, wo wir mal etwas blöd aus der Wäsche schauen! Und ein Bierchen zum überlegen bestellen.....
Juergen & Petra rufen ihre E-Mail Bekanntschaft an - eine Ärztin (Elsi) die sehr gut deutsch spricht. Sie holt uns ab und auch wir dürfen mit um bei ihr zu übernachten. Also machen wir uns (leider genau zur Hora Pico = Rush Hour) auf nach Temperley. Der Verkehr ist mörderisch und Richard und Jürgen sind heilfroh als wir nach ca. 20-30 Min. durch die Stadt endlich bei Elsi ankommen.
Bleiben bis Samstag Mittag in B.A. und Elsi macht natürlich auch eine Stadtführung mit uns, B.A. ist riesig und wir sehen nur einen kleinen Teil davon, gefällt uns aber trotzdem sehr gut. Freitag Abend gab es dann noch eine Party da Elsi Geburtstag hatte. Außer ihrem Sohn Juan (der auch schon auf Saison in Österreich war) und ihrer Tochter Dana sprechen natürlich alle Spanisch und wir verstehen kein Wort, aber es war trotzdem sehr nett!! Hier in Argentinien isst man nie vor 9 oder 10 Uhr abends und so werden es immer ziemlch lange Nächte........
Samstag 03.05.08 wir kämpfen
uns wieder durch den Verkehr bis nach Tigre, hier machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz & treffen hier auf 2 Schweizer, 2 Franzosen und 4 Belgier (mit 2 Kindern) die alle auf das nächste Schiff nach Europa warten. Wir gehen shoppen und starten am Abend eine Grillparty mit Asado (Fleisch) & einigen Flaschen Wein - es ist einfach genial!!!! Allerdings hab ich schon festgestellt dass ich wohl 1 Jahr nicht mehr duschen werde, außer die sanitären Anlagen werden noch besser, was ich aber nicht wirklich glaube...ich sage nur Spinnen......aber da muss ich jetzt wohl durch. Wenn wir im Norden sind und es wärmer wird können wir ja unsere Solardusche ausprobieren und bis dahin mach ich Katzenwäsche.
Ach ja, wir entdecken gestern dass unsere Sticker (Hamburg, London, Antwerpen, Bilbao) vom Auto geklaut wurden.....hat wohl wer brauche können - lustig!!!

Argentinien

Donnerstag 08.05.08: wir sind 4 Tage in Tigre am Campingplatz geblieben, es war wirklich sehr nett, haben immer gegrillt und natürlich fließt der Wein in Strömen, sogar Richard trinkt hier lieber Wein als Bier!! Haben uns gestern auf den Weg Richtung Iguazu gemacht und einen Zwischenstopp in Gualeguaychu eingelegt. Nach einigem Suchen haben wir auch einen Campinglplatz (Balneario Nandubaysal) gefunden wo wir ganz alleine waren da hier ja eigentlich keine Saison mehr ist. Bezahlen mussten wir auch nichts - die Argentinier sind wirklich sehr nett - nur leider verstehen wir kein Wort. Wollten heute eigentlich weiter fahren in den National Park El Palmar sind aber natürlich wieder viel zu spät weggekommen und da wir auch noch Einkaufen mussten haben wir dann um 15.00 beschlossen nochmals hier zu übernachten. Haben einen Campingplatz gefunden der näher bei der Stadt ist (Costa Alegre) und wurden herzlich aufgenommen - sind wieder die einzigen Gäste!! Wir müssen dringend einen Spanischkurs belegen damit wir endlich auch mal mit den Leuten reden können.
Freitag, 09.05.08: unser Ziel heisst für heute endlich El Palmar. Stehen wie immer spät auf, und kommen erst wieder gegen Mittag weg- wer sagt da noch, wir hätten keinen Stress?! Schaffen diese Fahrt ohne Hindernisse, und kommen am späten Nachmittag dort an. Es geht 12 km über Schotterpisten quer durch das riesige Areal zum Campingplatz. Eine super Aussicht auf den Rio Uruguay, und in der Nacht die erste Begegnung mit den Vizcachas, die über dem Campingplatz fetzen. Viccachas (Vizkatschas ausgesprochen) sind übergrosse Hamster mit zwei lustigen Rallyestreifen übern Gesicht.
Am Morgen folgen spektakuläre Sonnenaufgänge, das Wasser des Flusses verdampft in der aufgehenden Sonne und hinterlässt einen dicken Nebel im Tal! Wir erkunden die Gegend zu Fuss, sind (mit Recht!) enttäuscht über die Ruinen, die sich im Park befinden- eine alte Siedlung der Spanier! Alt heisst in Argentinien alles über 100 Jahre...
Weiter gehts Richtung Strand, wo auch Fischen erlaubt ist! Unsere Suche nach Wasserschweinen verläuft 3 Tage lang im Sand, auch die Nandus, eine Straussenart, scheinen schon in Winterurlaub zu sein- Pech gehabt! Dafür entschädigt die traumhafte Landschaft mit den kleinen Flüssen und Bächen!
Montag, 12.05.08: Abfahrt nach Yapeyu, einem kleinen Dorf mit eigentlich gar nix! Aber es wird sowieso nix, in Mocoreta ist bei einer Polizeikontrolle Schluss! Normalerweise werden Touristen bei den Kontrollstellen durchgelassen, aber Jürgen hat in seinem alten LKW keine Gurten montiert, was in Europa kein Problem ist, wohl aber in Argentinien. Bei mir will der Polizist die Versicherung sehen, ich zeige ihm die abgelaufene 2- Monatsvignette auf der Scheibe. Er schaut etwas blöd, da er aber nix lesen kann, lässt er mich in Frieden. Jürgen kämpft mit Händen und Füssen, nutzt aber nix- Strafe zahlen. Der Spass kostet Peso 300.-, ca. € 60.-!!! Man sollte aber immer auf Zeit setzen, und nie zuviel Geld in der Geldbörse haben, in dem Fall aber klappt das nicht.
Wir schaffens an diesem Tag nur nach Monte Caseros, einer Kleinstadt, 35 km ausserhalb der Ruta 14, auf der wir uns bewegen. Eine Nacht auf einem Campingplatz, dann gehts endlich weiter nach Yapeyu, die 2 Attraktionen zu bieten hat- Ruinen, bzw. das Museo de Cultura Jesuitica, direkt im "Zentrum" des 2000 Einwohnerdorfes... Und das Geburtshaus (oder was halt davon übrig ist...!) von San Martin, dem Befreier Argentiniens. Auch ein Militärmuseum ist dort, das Kaff ist echt gemütlich! Im Comedor del Paraiso gehen wir gleich mal essen, was sich mit €22.- zu Buche schlägt. (Ist eigentlich nicht im Budget vorgesehen, aber was solls!) Die Chefin ist nett, wenn wir sie verstehen würden...! Auch ein Eintrag in ihr Gästebuch ist notwendig, alle Traveller werden dort verewigt! Warum sind wir zu blöd, um diese Sprache zu lernen??
Der Campingplatz ist zwar nett, aber voll von Pferdescheisse und Kuhfladen, die Toilettanlagen sehr stark gebraucht, aber das Übernachten kostet nix, weil keine Saison mehr ist, und es sich um eine staatliche Einrichtung handelt.... Die Leute sind echt toll hier! Am Morgen danach gehts weiter nach Norden, wir beschliessen, mal so weit zu fahren, wie möglich. Wir landen in Posadas, einer Stadt an der Grenze zu Brasilien, die eigentlich ganz nett wäre, aber mit Camping ist nix. Kämpfen uns durch die Stadt, natürlich zur Hauptverkehrszeit! Toll, und nachdem wir den letzten eingezeichneten Campingplatz nicht finden, weil er mittlerweile gar nimmer existiert, kämpfen wir uns noch weiter Richtung Norden, auf der Suche nach einem Stellplatz. In Santa Ana finden wir auch was, quälen uns wieder mal durch Schotterpisten durch den Dschungel. Wir finden ein Hinweisschild, und folgen dem. Irgendwann stehen wir vor einer beleuchteten Bretterbude, wo uns einer den Weg zeigt! Weiter über Stock und Stein kommen wir zu einer (umgefallenen) Campingplatztafel. Nur mehr ein Bachdurchfahrt, und wir stehen vor einer Bretterbude mit den verblichenen Lettern "Kiosko". Ein Feuer brennt auf der Veranda (oder war es mal ein Autounterstellplatz??). Ein älterer Mann zeigt uns den Platz, dreht seine Glühbirne raus, um uns Licht zu machen & bringt uns auch noch Glut von seiner Feuerstelle. Am Morgen sieht der Platz super aus, auch wenn alles etwas einfach ist! Und die Nacht kostet 6 Peso, ca. 1,20!! Echt super.(So super auch wieder nicht - hab mir das Klo sicherheitshalber gar nicht angesehen....)
Donnerstag, 15.05.08: Wir brechen auf nach San Ignazio Mini, zu den Überresten der Misiones Jesviticas (Weltkulturerbe). Impossant, und wieder haben wir Probleme mit der Sprache. Aber da ist wenigstens alles in Englisch auch angeschrieben!! Nach einem Mittagessen im Dorf geht es weiter zum Campingplatz Baden-Baden in Jardin America. Der Platz ist natürlich auch geschlossen, hätte eine super Poollandschaft, können aber trotzdem übernachten. Während Petra eine heisse Dusche abbekommt, ists bei mir natürlich saukalt- also wieder nur Katzenwäsche!
Freitag, 16.05.08: Wir sind in Iguazu- die spektakulären Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien!! Jetzt wird mal einige Tage Rast gemacht, unser Gewand wird zur Wäsche gegeben, und das natürlich am teuersten Platz bisher (auch der Einzige!!)

Iguazu

Dienstag 20.05.08: sind immer noch am Campingplatz Viejo Americano, endlich mal saubere Duschen und WC`s....(falls es jemanden interessieren sollte - ich hab mich seit Tigre schon öfters mal geduscht)!!!
Hier in der Stadt gefällt es uns sehr gut, ist nur so ein kleines Nest und somit sehr leicht überschaubar. Waren schon ein paar Mal Essen, kostet ja fast nix hier!
Am Sonntag waren wir in einem Gut Aiderbichel für Arme, so eine Station für verletzte Tiere die gesund gepflegt werden und danach wieder in die Freiheit entlassen werden, war ganz nett!
Und gestern gings endlich zu den Wasserfällen!! War einfach nur genial, kann ich nicht wirklich beschreiben, muss man selber gesehen haben, aber ihr könnt ja in unsere Galerie schauen um ein paar Eindrücke zu bekommen!!! Richard war mit Videokamera und Fotoapparat bewaffnet - sozusagen ein Profi Japaner ;-o)
Morgen werden wir weiterfahren über die Grenze nach Brasilien um ins Pantanal zu gelangen, bin ja schon mal gespannt wie genau sie uns an der Grenze kontrollieren und wie lange wir für die Einreise brauchen werden....hoffentlich nicht recht lange weil bei 35° ist es nicht grad lustig ewig auf der Straße zu stehen!!
Brasilien soll ja auch um einiges teurer sein als Argentinien, naja wir werden sehen!

Auf nach Brasilien!

Mittwoch, 21.05.08: Wir verlassen Pueto Iguazu, tanken noch mal voll, und ab zur Grenze. Ausreise aus Argentinien ist locker (falls wir alles richtig gemacht haben!!), nur Jürgen hat wieder mal Probleme mit seinem LKW.... Aber nach kurzer Wartezeit sind wir auf dem Weg zur brasilianischen Einreise, und werden gleich mal durchgewunken- grosses Fragezeichen???. Wir bleiben stehen, und es gibt eine Imigration, wo wir die Einreisepapiere ausfüllen. Geht eigentlich schnell und problemlos. Keine Sau kümmert sich um unser Auto, oder was drinnen ist!
Wir fahren dann noch ca 150 km nach Cascavel, wo wir die erste Nacht auf einer Tankstelle verbringen. Campingplätze sind rar in Brasilien, aber auf den 24Stunden Raststationen ist es ungefährlich, wie uns ein Fernfahrer aus Argentinien erklärt. Er bleibt am Abend bei uns sitzen, und wir verständigen uns mit Händen und Füssen und Wörterbuch- schlimm!!! (Es wird Zeit, einen Sprachkurs zu machen, im nächsten spanisch sprechendem Land werden wir das in Angriff nehmen!) Er hat den typisch südamerikanischen Namen Ricardo Müller, seine Mutter war Deutsche!! Auch lernen wir wieder etwas über das Leben auf diesem Kontinent, Manana nämlich, kennen!! So erklärt er uns z.B., er würde zwischen 7 und 8 den Rastplatz verlassen, um weiterzufahren, haut sich mit uns noch 4 Halbe Bier rein, und als wir nächsten Morgen um 9 Uhr den Platz verlassen, schläft Ricardo noch tief und fest in seinem Truck..... Manana halt!
An diesem Morgen trennen wir uns auch (schweren Herzens!!) von unseren deutschen Freunden Jürgen, Petra & Laila, die ins Pantanal wollen. Wir hingegen wollen mal Strand und Meer sehen, und endlich mal nicht von Mückenstichen, sondern von Sandflöhen terrorisiert werden!!
Wir kommen gut voran, verlassen den Highway 277 bei Palmeira und fahren weiter über Landstrassen nach Lapa. Dort versuchen wir einen Campingplatz im Touristenbüro ausfindig zu machen, was einerseits an unseren Sprachkenntnissen, andererseits an dem nicht vorhandensein eines Solchen scheitert... In Lapra findet gerade eine Prozession statt und die Strassen sind mit gefärbtem Sägemehl (Heiligenbilder) geschmückt, da wir aber natürlich noch 100x durch das Dorf "rasen" (weil wir nicht glauben können dass es keinen Campingplatz gibt) kommen wir natürlich zu spät mit unserer Kamera......alles schon zerstört, schade!
Also weiter Richtung Mafra, in Rio Negro geben wir die Suche nach einem Campingplatz auf und fahren zu einer Tankstelle. Verbringen die erste Nacht alleine zwischen einigen Trucks und schlafen nicht wirklich gut...schrecken bei jedem Geräusch hoch, schauen zig mal aus dem Fenster und sind froh als wir am Morgen endlich weiter fahren können. Erreichen über einige Bergstrassen (die Landschaft sieht aus wie bei uns) dann den kleinen deutschen Ort Pomerode wo sogar ein Maibaum steht!! Spazieren durch das Örtchen und fahren schließlich weiter nach Blumenau. Blumenau ist riesig und wir brauchen einige Zeit bis wir einen Parkplatz finden. An einer Kreuzung gabs auch eine kurze Unterhaltung von Auto zu Auto mit einem Deutschen der wissen wollte wie lange wir hier unterwegs sind - war lustig!!! Kaufen noch in einem Aleman Souvenirshop einen Oktoberfestkrug und fahren weiter zur Vila Germanica wo jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet!!! Ist ein riesiges Gelände, der Typ der die Idee hatte verdient sich daran dumm und dämlich...Verlassen die deutsche Stadt und machen uns auf Richtung Florianopolis. Entschließen uns dann aber auf der Strecke in Balneario stehen zu bleiben und hier mitten in der Stadt gabs sogar einen Campingplatz. Gehen am nächsten Morgen endlich mal an den Strand (der mit Hochhäusern verziert war und am Samstag natürlich auch mit 1.000 Einheimischen) und Richard verbringt den Tag mit Jammern weil er nicht allein da rum liegt......................
Also auf zur Küste um einen schöneren Strand zu finden! Sind dann in Barra Velha gelandet und sind wirklich rein zufällig auf einen Campingplatz gestoßen. Der Strand hier ist zwar ganz nett, dafür sind so hohe Wellen dass man nicht schwimmen kann......naja der Besitzer von Uai Camping (http://uaicamping.sites.uol.com.br) spricht etwas Englisch und somit beschließen wir 1 oder 2 Tage zu bleiben. Leider ist es heute etwas bewölkt aber ganz ehrlich gesagt find ich des nach ewigem Sonnenschein mal ganz nett!!
Werden danach weiter Richtung Parati fahren & wieder auf Tankstellen übernachten da uns Waldercy (Besitzer vom Camping) schon jegliche Hoffnung auf Campingplätze genommen hat - gibt es hier halt nicht!
Was mir zu Brasilien als erstes einfällt - es ist hier unheimlich sauber, die Toilettanlagen auf den Tankestellen, da könnte man vom Boden Essen, irgendwie unheimlich! Von der vielen Armut haben wir bis jetzt auch noch nichts gesehen, in Balneario sind eigentlich nur teure neue Autos rum gefahren, die Frauen waren von oben bis unten mit Schmuck behängt, jeder hatte das neueste Handy, MP 3 Player etc. und hier in Barra Velha stehen Villen am Strand, ein Wahnsinn!
Donnerstag 29.05.08: sind immer noch am Uai Campingplatz weil es hier einfach so nett ist. Waldercy hat gestern eine kleine Stadtrundfahrt mit uns gemacht und am Abend gabs dann frisch gebackene "brasilianische Käsesnacks" von seiner Frau Alici die uns heute auch noch mit frischem Fruchtsaft beliefert hat!!! Geht uns also wirklich gut hier wenn man mal davon absieht dass wir grad Essen waren und 33 Euro bezahlt haben........Aber morgen gehts wirklich weiter Richtung Norden.

Von Barra Vehla nach Parati

Freitag, 30.05.08: Wir verlassen Barra Vehla, und nehmen die Strecke, die uns Waldercy vorgeschlagen hat (und aufgezeichnet!!).
Sind somit über wirklich steile Strecken unterwegs, irgendwie vermisse ich zum ersten Mal ein Motorrad!! Was sich aber bald wieder ändert, denn wir fahren den ganzen Samstag in strömenden Regen!! Die absolut schönen Strände sind auch bei dem Wetter nicht so schön, und die Bergweiden mit den Kühen im Regen erinnern uns mehr an Zuhause, als an Brasilien! Machen nochmal einen Zwischenstopp kurz vor Parati weil es so schüttet und verbringen den Nachmittag im Auto - allerdings haben wir den Vorteil direkt vor den Toiletten zu parken ;-o).
Am Sonntag Morgen geht es dann weiter Richtung Parati immer der Küste entlang, wirklich super, außerdem hat sich der Regen etwas beruhigt. Parati ist 220 km von Rio de Janeiro entfernt und wirklich ein entzückender kleiner Ort (die Kolonialstadt gehört zu den Juwelen des Bundesstaates Rio). Wir suchen einen Campingplatz (Jabaquara) der dirket am Strand liegt und hoffen auf besseres Wetter. Es wären hier 300 Strände und 65 Inseln in der Umgebung, was uns bei strömendem Regen aber auch nix bringt....
Seit gestern (2.6.08) ist das Wetter endlich besser und wir verbringen endlich mal einen Tag am Strand - und ich hab natürlich gleich einen Sonnenbrand abgekriegt - eh klar!
Werden hier wohl noch 1 oder 2 Tage verbringen und uns dann quer durchs Land aufmachen ins Pantanal!Allerdings haben wir bis dahin noch ca. 2.000 km vor uns und müssen wieder mal auf Tankstellen übernachten.....naja hilft nix!
Mit über 200.000 qkm ist das Pantanal das größte und tierreichste Feuchtgebiet der Erde, mal schaun was uns da so alles für Tiere über den Weg laufen.
Also wirds noch etwas dauern bis ihr wieder einen Bericht von uns lesen werdet, erst wieder vom oder nach dem Pantanal!

Quer durch Brasilien

Nach einigen Tagen in Parati wirds wirklich Zeit, unser Zelt (ja, wir haben wegen des schlechten Wetters endlich mal unser neues Vorzelt aufgebaut gehabt!!) abzubauen! Wir fahren die Küstenstrasse, die wir kamen, wieder ein Stück zurück, um uns noch einen Stop auf einem anderem Strand zu geben. Zuerst mal gehts nach Trinidade, wo wir gleich mal eine ordentliche Polizeikontrolle haben. Das kaputte Abblendlicht interessiert keine Sau, aber nach Drogen wird der Wagen untersucht... Rios Bullen sind bekannt für Korruption, allerdings beissen sie sich bei uns in den A...., weil wir absolut nix verstehen, was sie wollen- hat durchaus Vorteile!!
Anschliessend quälen wir unseren Bus 4 km bergauf, um dann gleich wieder 3 km steil runter müssen! Unsere Alpenstrassen sind nix dagegen!! Allerdings lohnt sich das alles- ein kleiner Ort, mit 4 traumhaften Stränden!!
Wir entschliessen uns allerdings, noch weiter zu fahren, und finden in Ubaturmirin einen Haufen Campingplätze am Strand. Kein Wunder: die Strasse dieses Ortes ist der Strand!!! Allerdings haben dort alle Geschäfte zu, und ohne Geschäfte kein Futter....! Also weiter, zu guter Letzt landen wir wieder auf dem gleichen Campingplatz, auf dem wir schon bei der Hinfahrt waren- wo, zum Teufel sind die Campingplätze, die wir beim Hinfahren sahen??
Am nächsten Tag gehts in aller Frühe weiter Richtung Sao Paulo, von wo wir die Autobahn weiter nach Norden nehmen. Über Campinas, Uberaba (wieder eine Nacht zwischen den LKWs auf einer Autobahntankstelle), Uberlandia gehts weiter nach Rio Quente, an dem es heisse Quellen gibt. Diesen Ort erreichen wir nur durch Zufall, finden einen Campingplatz, in dem das heisse Wasser durchfliesst!!! Voll geil, das Becken hat Badewannentemperatur!!! Wir entschliessen, einen Tag zu bleiben, obwohl es bei unserer Ankunft zugeht, wie auf einer Party! Haben wir uns allerdings gewundert, warum am Sonntag in Sao Paulo so ein Verkehr herrscht, und ausgerechnet heute, am Montag, die Geschäfte zu hatten, und so viele Leute unterwegs sind, kommen wir doch drauf, dass wir uns schon seit einer Weile irgendwo einen Tag verloren (vergessen?) haben... Es ist Sonntag bei unserer Ankunft, und wir quälten uns Samstags durch Sao Paulo!!
Ach, ja, bevor ichs vergess: Sao Paulo und Umgebung hat laut letzter Statistik ca 700 Morde- pro Monat!! Das war allerdings Ende der 90er Jahre, ich schätze, die haben das Zählen aufgehört... Jedenfalls ein Grund für uns, diese Stadt NICHT zu besichtigen!
Dienstag, 10.6.: Wir hoffen, diesmal das richtige Datum erwischt zu haben.... Weiter gehts Richtung Bundesstaat Matto Grosso, in dem sich das Pantanal befindet. Allerdings ist diese Fahrt kein Zuckerschlecken, schaffen aber trotzdem am 1. Tag 550 km. Teilweise ist die Strasse nur eine Schotterpiste, und wenn nur LKWs drauf rumfahren, na, super!!! An der Tankstelle, an der wir übernachten, treffen wir auf Paulo, einem Fernfahrer. Trotz Sprachprobleme lädt er uns auf ein Bier ein, bevor er weiterfährt....
Der Mittwoch ist am schlimmsten, die Strassen besser, und die Temperaturen etwas höher: In Cuitaba zeigen die Thermometer 38°, im Schatten wohlgemerkt (!!), und das um halb sechs Uhr abends.... Wir ziehen noch einmal 600 km durch bis Pocone, dem letzten Ort vor dem Pantanal. Es ist bereits 20.00 Uhr, und stockdunkel. Eigentlich genau das, was man nicht machen sollte!
Wir finden keinen Campingplatz, und die Hotels, die wir ansteuern, haben eine zu niedrige Parkplatzeinfahrt. Also quatieren wir uns in ein Motel am Stadtanfang ein. Das Besondere daran: Motels sind in Brasilien eigentlich Stundenhotels... Wir kriegen ein Zimmer mit rundem Bett, Spiegel an der Decke, Vorhang vor dem Parkplatz im Hof und Pornofilme im Fernsehen (die versteht man auch auf Portugisisch....!).
Allerdings haben wir ein kleines Problem mit dem Bezahlen- wir haben kein Bargeld mehr. So machen wir uns am nächsten Morgen auf, einen Bankomat zu finden. Zwecklos, es gibt 2 solche Dinger in der Stadt, die aber nur einheimische Karten nehmen! Also rein in die Bank, wo 2 Leute stehen, und jeden in eine Schlange anstellen lassen. Um 9.00, es warten schon gut 50 Leute, es ist laut wie in einem Bierzelt, werden die Kunden dann einzeln in den eigentlichen Bankraum, da kriegst deine Nummer, gehst in den 1. Stock, und wartest wieder... Mastro? Nein! Mastercard? Nein! Visa?- Ja, wir haben Glück! Dauert läppische 1 1/2 Stunden, einige Telefonate, und schon haste Geld!!!
Noch schnell Einkaufen und Zimmer zahlen, und dann ab ins Pantanal!!!
Bald finden wir auch die richtige Ausfahrt aus der Stadt- is gar net so leicht, Hinweistafeln in der Stadt fehlen überall. Wundert auch Keinen, bei tausenden Werbetafeln wäre sowieso kein Platz für sowas... Auf gehts über Stock & Stein, und nach ca 35 km biegen wir mal auf eine Pousada (eine Art Hotel) ab, und fragen nach dem Campen. Siehe da, der Manager spricht Deutsch, schickt uns 2 km weiter zu einer Ranch, die dazugehört. Hier campen wir zwischen freilaufenden Wildschweinen, einem Hahn, den 4 (gefundene) Rebhühner als Mama angenommen haben, und ihm auf Schritt und Tritt folgen (Was sich bei den Hennen gewaltig negativ auf sein Macho-Image auswirkt...), Rindern und Pferden!! Und Millionen Mücken natürlich!! Die Tier- und Pflanzenwelt entschädigt allerdings alles: hinter jedem Strauch ein anderes Tier, ob Nandus (Strauss), Wasserschweine, Störche oder Krokodile!! Letzteres sehen wir zuhauf, und Aussteigen vom Auto sollte man sich immer überlegen- oft dösen die Viecher am Strassenrand dahin!!
Samstag 14.06.08: verlassen unseren Bauernhof (Rancho Buzio) und wollen uns noch eine andere Posada mit Pool anschaun auf der auch Jürgen und Petra übernachtet haben. Allerdings sollen wir uns auf die Kuhweide stellen und die Klos dort sind wirklich unter jeder Sau, also verzichten wir auf einen Badetag und fahren weiter Richtung Caseres (Grenze). Übernachten wieder mal auf einer Tankstelle und fahren heute weiter. Leider ist der Zoll natürlich am Sonntag geschlossen und so müssen wir einen Tag warten. Finden einen kleinen Strand am Fluss mit einer Bar und der Besitzer lässt uns hier campen - gratis.
Richard ruiniert noch zum Abschluss von Brasilien unsre obere Lüftungsklappe - Schluss mit Frischluft......
Weiter gehts morgen Richtung bolivianische Grenze und wann und wo wir dort wieder ein freies Netz finden wird sich zeigen......also ned wundern wenns mit den Berichten mal etwas länger dauert!

Bolivien

Montag 16.06.08: haben die Nacht am Fluss unbeschadet überstanden, aber ganz wohl íst uns immer noch ned wenn wir ganz alleine auf weiter Flur stehen....wir fahren zum Zoll was keine 1/2 Stunde dauert, noch schnell in ein Internetcafe und weiter gehts nach San Matias zur bolivianischen Grenze. Die Stassen sind hier noch o.k. und noch wissen wir nicht was auf uns zukommt.....
Kurz vor dem ersten Grenzposten endet die asphaltierte Strasse und weiter gehts über eine Schotterpiste nach San Matias. Die jungen Burschen an der Grenze hier sind alle schwer bewaffnet aber wirklich sehr freundlich und interessieren sich natürlich mehr für unser Auto als für unsre Pässe oder sonstiges....In San Matias gehts zur Migration und danach zum Zoll fürs Auto wo uns ein schlechtgelaunter Beamter zum nächsten "Kopiershop" schickt wegen Kopien unserer Papiere (natürlich steht ein Kopierer in seinem Büro...), fahren sicher 1/2 Stunde durch das Dorf um endlich einen Kopierer zu finden der auch funktioniert)....jedenfalls ist der Beamte danach besser gelaunt und es geht eigentlich sehr schnell. Müssen allerdings wieder auf der Tankstelle übernachten.
Dienstag 17.06.08: es geht weiter nach San Ignacio de Velasco 310 km über Stock und Stein....passieren auch noch einige Polizei- und Militärposten, wieder alle schwer bewaffnet aber sehr freundlich, nur der letzte Polizist probiert ob er nicht doch ein paar Bolivianos abstauben könnte - Richard versteht natürlich nix und so dürfen wir weiter fahren. Die Strassen in Bolivien sind eine Katastrophe und wir sind wirklich froh als wir in San Ignacio endlich (wieder mal 1 Stunde suchen) die Casa Suiza (am Ende der Calle Surce, geht direkt vom Plaza weg!!) finden. Dürfen im Hof bzw. Garten parken (Campen!!) und es ist wirklich sehr nett hier & sauber!!!!!!!
Sonntag, 22.03.08: Sind noch immer in der Casa Suiza, fühlen uns sauwohl hier! Das Dorf ist nett zum Eingewöhnen, ein kleiner See am Ortsrand, was will man mehr? Schwimmen gehen wir nicht, auch wenn uns das jeder empfiehlt. Die Piranhas seien erst im August gefährlich, wenn der Wasserspiegel weiter sinkt. Nun, ich vertrau den Viechern nicht so richtig, zumal uns schon von fehlenden Zehen erzählt wurde... Auch ist es seit 3 Tagen äusserst kühl hier! Darum gehts heute zum Rundweg der Jesuitenmissionen, nach Santa Ana, San Rafael und San Miguel. Alles in allem ca 180 km Schotterpiste, versteht sich. Resultat: alle Kirchen fest verrammelt (das keiner was rausholen kann...?), einmal Steckenbleiben und Auto freischaufeln, und einmal brauchen wir einen Gaucho, der uns durch die Kuhherde schleust, haben wir ein Glück, das wir uns auf Hauptverkehrsrouten befinden.....
Dienstag, 24.06.08: Verlassen endlich San Ignacio, und natürlich ist es wieder heiss, wenn wir im Auto sitzen! Vom Staub ganz zu schweigen...
Allerdings hört das Gerumpel endlich auf, nach fast 650 km endlich Asphalt!! Wir machen noch in Connception Halt, besuchen auch da die Kirche (kommen über den Hof sogar rein!!), und treffen auf einen Holländer, der mit dem Fahrrad nach Rio de Jainero unterwegs ist!!
Wir campen in Las Piedras, einem der schönsten Campingplätze (mit eigenem Badesee!!!), und sind trotzdem die einzigen Gäste!! Auch die Steinformationen sind super zum Anschauen!! Bleiben gleich 2 Tage, weil die Gegend so traumhaft ist!!
Donnerstag, 26.08.08: Wir erreichen Santa Cruz, kämpfen uns durchs Verkehrsgewühl (schwitze dabei Blut!!), lassen uns von 2 korrupten Polizisten ca. 14 Euro abnehmen, kriegen keinen Parkplatz mehr bei dem Hotel, wo wir ein Zimmer nehmen wollten, und übernachten auf einem anderen Parkplatz in der Nähe des Zentrums. Haben deshalb genug vom Großstadtleben, und kämpfen uns gleich in der Früh wieder aus der Stadt raus!! Nach 3 Verkehrskontrollen, die Typen stehen auf Dokumente!! Unser Ziel heisst Samaipata, und liegt auf 1600 Meter, ein kleiner Ort ca 150 km von Santa Cruz entfernt!

Von Samaipata bis Sucre

In Samaipata quartieren wir uns gleich mal für 2 Nächte ins Hotel Paola, am Plaza, ein. Das Bett ist hart, die Nacht ist laut, und die Betrieberfamilie ist nett, aber furchtbar chaotisch!

(Anmerkung Petra: das Bett ist eine Katastrophe - hart ist untertrieben (so schauts aus), außerdem müssen wir uns mit einem Teppich zudecken!!!! Holen aber eh unsre Schlafsäcke weils schon a bissl grauslich a is, Toiletten und Duschen müssen wir auch teilen......
Hab ich eigentlich schon mal erwähnt dass es hier in diesen wunderbaren Ländern keine Duschgels gibt?!?!? Kämpfe mit einer Seife die mir natürlich 100x aus der Hand fällt, ist wirklich super....
Und warme Duschen gibts hier auch nicht überall und eine Heizung schon gar nicht, sind natürlich eh schon verkühlt....
Also Alles is jetzt auch nicht so toll, wollt ich nur mal erwähnt haben, man lernt hier wieder Kleinigkeiten sehr zu schätzen!!!!!).

Samstag geht es erstmal nach El Fuerte, einer Inkasiedlung, die auf einem Monolithen gebaut wurde! Schon der Weg ist spektakulär, erst steil bergab, dann, nach der Flussdurchfahrt, wieder steil bergauf! (Lieber Gott, gibt mir Allrad!!!) Aber man wird dafür belohnt mit traumhafter Fernsicht, und auch die Anlage ist spektakulär!! Nach einem Rundgang treffen wir auf Olaf, einen Oberösterreicher, der hier lebt. Den wir allerdings am Abend am Plaza wieder treffen, ist ja auch riesig hier!! Der Ort hat ca 3000 Einwohner, und ist eines der angesagtesten Reiseziele in Bolivien!! So gibt es Samstag Abend eine Clownvorstellung einiger Traveller am Plaza, der Lifestil ist einfach genial hier- ois is isy- sozusagen....
Ziehen am Sonntag zum Camping La Vispera um, der einer holländischen Familie gehört!! Treffen hier auf Andreas& Susanne aus Berlin, die mit einem VW Bus hier unterwegs sind!
Bleiben noch bis Mittwoch in Samaipata, danach gehts weiter nach Sucre. Zum Glück gibts nach ca. 100 km Asphalt wieder Schotterpiste!!! Und was für eine, Pässe rauf und runter! Haben wir schon richtig vermisst! Diese zieht sich aber eh nur an die 350 km bis nach Sucre, müssen eine Nacht noch einen Zwischenstopp in Alquile einlegen. Nehmen ein kleines Hotel mit Garage und Blick auf die Zahnarztpraxis! Cool für Sadisten!! Am Morgen lassen wir bei der Ausfahrt aus der Garage gleich mal das Reserverad auf der Strasse liegen! Sollte ich einmal Fernweh nach Bolivien kriegen, werd ich einfach mit dem Auto die Stiegen auf und abfahren, das ist das Selbe....
Auch die Handbremse verabschiedet sich an diesem Tag, allerdings ist nichts kaputt, nur ausgehängt! Der letzte Rest Auspuff, der noch dran hängt, schaut auch schon etwas arm aus....
Sucre liegt auf 2.700 m und es geht ganz schön bergauf, allerdings die letzten paar Kilometer wieder auf Asphalt. Quatieren uns im Hostel Austria ein wo wir erstmal unser Auto entstauben müssen - Innen wie Aussen!
Mittwoch 09.07.08: werden wohl noch bis Montag in Sucre bleiben, haben hier private Spanischstunden genommen, hatten heute den 2. Tag (jeweils 4 Stunden) und ich bin mir nicht sicher ob ich des jemals lernen werde, diese Grammatik macht mich fertig. Aber Richard ist eifrig bei der Sache, also einer von uns zwei wirds schon so halbwegs kapieren hoff ich.....
Die Stunden sind jeweils von 9 - 13.00 Uhr und somit gehts dann eigentlich nur mehr auf den Markt zum Essen und dann ins Hotel lernen, oder auch nix tun....
Gestern haben wir die "Dino-Tour" mitgemacht, weil es hier einen Steinbruch gibt in Welchem Dinosaurier ihre bis zu 80 cm großen Spuren hinterlassen haben, allerdings hat uns mehr die Aussicht als diese Wand beeindruckt, naja zumindest haben wirs gesehen...
Ansonsten ist Sucre wirklich eine nette Stadt mit vielen Cafes, Bars und Restaurants naja und eigentlich ist Sucre auch gleichzeitig ein einziger großer Markt. Gehen hier um 1,50 - 2,50 Euro Mittagessen, kann man sich bei uns gar ned vorstellen. Allerdings zahlen wir Gringos eh immer ein bisschen mehr (Taxi normal 7 Bolivianos wir zahlen 10 - also 1 Euro) und heut am Markt haben wir für eine Ananas und 4 so chirimoya (so süße grüne Dinger) fast 5 Euro bezahlt - sind aber eh selber schuld wenn wirs kaufen....Ansonsten fallen uns hier zum ersten Mal viele Bettler auf, allerdings meistens alte Leute denen wir dann doch immer wieder was zustecken weil sie uns so leid tun, vielleicht nicht das Richtige aber naja....(hihi Richard werkt grad mit dem Gärtner vom Hotel auf - oh ja, die Stunden wirken schon...)
Weitere Berichte gibts dann natürlich nur mehr in Spanisch, tut mir also wirklich für alle leid die diese Sprache nicht sprechen!!!!!
Sonntag 13.07.08: fahren mit einem Bus nach Tarabuco - angeblich einen der schönsten Märkte in Bolivien....zumindest war es sicher einer der traditionellsten, mit viel Handwerkskunst und vielen Trachten - allerdings wollen diese Bolivianer ja nicht unbedingt fotografiert werden - daher sollte man immer vorher fragen um zu verhindern dass man irgendein Stück Gemüse an den Kopf geworfen bekommt!!!! Wir fragen auch und müssen gleich 50,- Cent bezahlen - das Essen kostet übrigends 30,- Cent.....

Von Potosi nach Uyuni

Montag 14.07.08: weiter gehts nach Potosi, wir fahren bergauf, bergab und diesmal fahren wir auf Asphalt!!!!! Das Bergpanorama ist einfach ein Traum und wir bleiben natürlich wieder des Öfteren stehen um Fotos zu machen! Stellenweise ist es so steil, dass wir im 1. Gang den Berg raufkriechen müssen....die dünne Luft macht nicht nur uns sondern auch unsrem Auto ganz schön zu schaffen!
Potosi liegt auf 4.060m und ist die höchst gelegene Stadt der Welt und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Ausserdem war Potosi einst eine der reichsten Städte Lateinamerikas durch den Abbau von Silber in den Minen. Diese können heute noch besichtigt werden allerdings beschließen wir aufgrund unserer Atemprobleme dieses Abenteuer zu unterlassen da in den Minen bis zu 45°C herrschen und man ausserdem teilweise auf allen Vieren durch die engen Schächte kriechen muss......Heute wird hier nur mehr Erz abgebaut und Potosi hat wohl seine Besten Zeiten auch schon hinter sich....
Fahren dann am Mittwoch weiter nach Tarapaya zu einer heißen Quelle bzw. einem Vulkankrater mit feinen 30° C warmen Wasser. Wir campen dort für 2 Tage bevor es weiter geht nach Uyuni wo es endgültig vorbei ist mit der Wärme.
Freitag gehts mal wieder auf Schotterpisten bergauf und bergab, unterwegs tauchen die ersten Lamaherden und leider auch zugefrorene Bäche auf!!!
Verbringen eine eiskalte Nacht im Auto an der Tankstelle und machen uns am Samstag auf den Weg zum Salzsee. Verbringen dort 4 wirklich saukalte Nächte weil wir 2 Idioten quer durchfahren mussten und natürlich eingebrochen sind. Hilfe bekommen wir von 4 Bolivianern die aber auch 3 Tage brauchen um unser Auto wieder raus zu kriegen (was natürlich nur mit Hilfe von Kokablättern möglich ist, die wir uns dann auch noch in die Backe stopfen)......
Müssen nochmal 2 Tage in Uyuni verbringen mit Wäsche waschen, Reifen flicken ( einen Platten, den wir schon beim Salzhotel hatten) und vor allem mal wieder Duschen!!!!!!! Ist aber hier alles nicht so einfach, hier gibts weder eine Heizung noch haben die überall warmes Wasser (wenn überhaupt Wasser vorhanden), Zähneputzen bei Minusgraden und auch noch kaltem Wasser ist wirklich keine Gaudi!!!!!!!!!!
Freitag 25.07.08 gehts weiter Richtung Chile wo es dann hoffentlich auch mal wieder wärmer wird.......

Chile

Fahren Freitags morgen nach einer wirklich mal wieder eiskalten Nacht endlich Richtung Chile. Haben natürlich mal wieder Schotterpiste obwohl die Strasse nicht ganz so schlimm ist wie wir befürchtet hatten - sind ja schon Schlimmeres gewöhnt von Bolivien. Das Bergpanorama ist mal wieder ein Traum allerdings ist der Genzübergang Ollagüe immer noch auf ca. 3.000m und wir hoffen endlich weiter runter zu kommen. Treffen an der bolivianischen Grenze auf zwei Schweizer die Richtung Bolivien unterwegs sind und als wir an der chilenischen Grenze ankommen sprechen uns die nächsten auf bayrisch an!!! Eine Familie die schon seit 20 Jahren in Südamerika lebt und ebenfalls Richtung Bolivien unterwegs ist. Unser Auto wird noch auf Lebensmittel kontrolliert - es ist verboten in Chile Obst oder Fleisch (also keine tierische und pflanzliche Produkte einzuführen) und dann gehts weiter durch die Wüste. Kommen dann mit unserem letzten Tropfen Benzin endlich am Abend in Calama an! Nachdem wir den ganzen Tag wirklich Nichts außer Berge, Lamas und Wüste gesehen haben kommen wir uns in Calama vor wie im Paradies. Finden ein riesiges Einkaufszentrum mit Kino und gehen dort erstmal zum Chinesen!!! Und gleich danach in den Supermarkt Schokolade kaufen!!! Nach so langer Zeit in Bolivien kommen wir mit soviel Normalität irgendwie gar nicht zurecht. Wenn wir in Bolivien einkaufen waren sind wir immer durch die halbe Stadt und den halben Markt gerannt um Wasser, Brot, Gemüse, Seife etc. zu finden.....
Gönnen uns nach Uyuni ein feines Hotel in Calama - mit Heizung, TV, warmer Dusche und einem super Frühstücksbuffet - wirklich ein Traum!!!!
Am Sonntag 27.07.08 gehts dann weiter Richtung Küste - allerdings machen wir vorher noch Bekanntschaft mit einem Taxifahrer den Richard beim Einparken vor dem Hotel übersieht....Zum Glück ist bei seinem Taxi aber nicht viel kaputt (bei uns gar nix) und so kommen wir mit 20,- € und ohne Polizei davon....die Chilenen sind übrigends wirklich wahnsinnig freundlich und sehr hilfsbereit.
Wollen nach Tocopilla um dort ein paar Tage am Strand zu verbringen allerdings ist 1. der Ort sowas von hässlich und 2. kaum sind wir an der Küste wird es diesig also fahren wir weiter nach Iquique übernachten dort auf einer Tankstelle und fahren am Morgen weiter nach Arica der Grenzstadt zu Peru.
Dazwischen besuchen wir noch Humberstone eine Geisterstadt erbaut 1872 und durch den Nitratboom damals eine sehr reiche Stadt - heute Unesco Weltkulturerbe! Dann gings weiter durch die Wüste und auf der Panamericana nach Arica. Hier suchen wir erstmal einen Campingplatz und am Strand treffen wir auf 2 Schweizer, 2 Deutsche (mit 2 Kids) und dann fahren auch noch Franzosen vorbei.....Die zwei Deutschen wissen übrigends sofort wer wir sind - haben vorher Jürgen, Petra & Laila getroffen - naja Südamerika ist halt doch nicht so groß ;-o)
Leider ist das Wetter immer noch nicht so besonders und deshalb werden wir uns wohl demnächst auf den Weg nach Peru machen wo dann wohl erstmal wieder Schluss ist mit dem europäischen Lebensstil......(leider).

Peru nach Bolivien

Verlassen am Freitag 01.08.08 unseren Campingplatz Sumaki und machen uns auf Richtung peruanischer Grenze. Die Einreiseformalitäten sind eigentlich so halbwegs rasch erledigt (sehr viel Papierkram für Peru...) und wir fahren an die Küste nach Boca del Rio. Leider ist dieser Ferienort noch geschlossen bis auf 1 oder 2 Restaurants und somit müssen wir weiter nach Tacna der Grenzstadt nach Chile. Da wir dort aber auch nicht bleiben wollen fahren wir weiter bis Tartata und müssen dort auf dem Plaza übernachten weil es dort sonst leider nix gibt....Blöd ist es nur weil wir keine Toilette haben, also müssen wir 1x in der Nacht eine Ausfahrt machen um aufs Klo zu gehen, wirklich lustig...
Ausserdem ist es mal wieder arschkalt weil wir schon wieder so hoch oben sind. Am Morgen müssen wir warten bis der Laden öffnet der Benzin verkauft und danach geht es weiter Richtung Titicacasee. Fahren mal wieder ewig durch die Einöde der Berge (naja teilweise auch wirklich sehr schön) und absolvieren 150 km in 4 1/2 Stunden über eine (eh klar) Schotterpiste. Glauben danach endlich in Puno zu sein aber als wir endlich Asphalt erreichen steht da ein nettes Schild mit 311 km.....Wenigstens wars Asphalt!!! Kommen aber auch nicht in Puno an sondern an der Grenzstadt zu Bolivien Desaguadero und weil wir glauben gleich in Copacabana (eine nette kleine Stadt am See) zu sein fahren wir noch schnell über die Grenze nach Bolivien. Allerdings erklärt uns dann der nette Herr Polizist bei der letzten Kontrolle dass es nach Copacabana doch viel kürzer wäre wenn wir über Peru fahren!!!! (Da war ich dann kurz davor einen Anfall zu kriegen!!!!!!!!)
Also weiter 93 km nach Copacabana - der Schmäh dabei war nur dass wir jetzt in La Paz sind und nie die Abzweigung nach Copa gesehen haben....Jedenfalls kamen wir in La Paz natürlich am Abend (es war schon sehr sehr finster) an und in dieser netten kleinen Stadt soll man ja nicht unbedingt mit dem Auto Nachts durchdüsen weil die einen gern überfallen (was sehr beruhigend ist und mich meine letzten Nerven gekostet hat!!!!). Übernachten dann auf einer Tankestelle und wagen uns heute Morgen ins Großstadtgewirr. Finden dann ohne wirklich großes Verfahren das Hotel Oberland (o.k. wir geben zu die letzen KM ist uns ein Taxler vorgefahren) und hier werden wir wohl ein paar Tage bleiben da am 6. August Boliviens größter Feiertag ist.
Donnerstag 7.8.08: sind immer noch im Hotel Oberland weil es hier oben in Mallasa (Valle de La Luna) eigentlich recht nett ist und weils hier im Hotel SCHOKOFONDUE gibt!!!!!!!!
Jedenfalls fahren wir zweimal mit dem Taxi runter in die Stadt (und ich sag euch die fahren wie die Henker wirklich!!!!) und haben uns u.a. natürlich das Coca Museum und den Hexenmarkt angesehen (und der war ziemlich gruselig mit den ganzen toten Tieren und Kräutern..), Schamanen haben wir aber leider keinen gesehen!
Am Feiertag sind wir dann doch nicht in die Stadt - obwohl eigentlich hätten wir uns den Präsidenten schon anschauen müssen weil Bolivien in 182 Jahren bereits über 200 Regierungswechsel hatte.
Wollen morgen weiter (falls das Wetter mitspielt, es schaut nach Regen aus) auf der "Strasse des Todes" mit über 3.000m Höhenunterschied und 80 km Länge nach Coroico ein 3.500 Seelendorf wo es endlich wärmer wird!!!

Von Coroico nach Peru

Freitag 08.08.08: fahren im Oberland bei Regen los aber als wir dann höher rauf kommen beginnt es zu schneien, aber nach ein paar KM war es auch wieder vorbei. Wollten ja eigentlich die Strasse des Todes nach Coroico fahren haben aber die Abfahrt nicht gefunden....ich muss jetzt allerdings mal erwähnen dass die Bolivianer Straßenschilder nicht grad erfunden haben!!! Es war aber auch die neue Strasse sehr schön ;-o)! Bleiben im Hotel Gloria für 3 Nächte und genießen das wärmere Wetter - allerdings gibts hier natürlich auch Mücken....
Montag 11.08.08: wir sind die Einzigen die die Str. des Todes bergauf fahren - war aber auch so sehr beeindruckend muss ich sagen....
Kämpfen uns wieder durch La Paz und weiter gehts nach Copacapana ein kleiner Ort am Titicacasee. Der See ist wunderschön und Copa einfach ein nettes Plätzchen wo es endlich mal Fisch gibt denn ich war schon fast am Eier legen soviel Hühnchen gabs da.....
Wir mache natürlich einen Ausflug auf die Isla del Sol nehmen den Halbtagesausflug weil wir wollen ja auch noch was von Copacabana sehen! Fahren also mit dem Schifflein auf diese Insel und hatten dort genau 1 Stunde Zeit dann gings wieder retour! Leider braucht man schon fast 1 Stunde um diese Inkatreppen hochzusteigen - da hat man zwar einen genialen Ausblick auf den See aber sonst noch nix gesehen von der Insel....War aber eine nette Bootsfahrt!!!
Haben uns dann noch die Autoweihe angesehen und sind durch Copa geschländert am nächsten Tag gings weiter über die Grenze nach Peru. In Puno haben wir uns ein Hostel geleistet (wir fanden keine Hotel wo unser Auto reingepasst hätte) und haben festgestellt wie teuer Peru im Vergleich zu Bolivien ist. Machen am nächsten Tag einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Uros - deshalb auch der Stopp in Puno kann man nur von dort erreichen - dauert allerdings auch nur 3 Stunden und ist mehr eine Verkaufstour. Fahren 2 Inseln an auf denen mehr Verkaufsstände und Restaurants stehen als "Häuser" ist aber trotzdem einfach genial. Wir kommen uns vor wie in einer Filmkulisse da die Inseln und Boote sowie Häuser alle aus Schilf gemacht sind, einfach der Wahnsinn.
Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Cusco wo wir uns wieder mit Jürgen, Petra, Laila und Nils (Jürgens Sohn der für 4 Wochen hier Ferien macht) treffen wollen. Fahren noch in Lampa vorbei - genannt die rosarote Stadt (Weil die Häuser so staubig sind..) wo wir zufällig genau zu einer Führung in der Kathedrale eintreffen. Steigen in die Katakomben und sehen das Mausoleum mit lauter Skeletten....
Der Weg nach Cusco ist noch weit und die Strassenschilder mit der Kilometeranzahl sind auch nicht wirklich sehr genau und kommen somit erst am Abend in Cusco an. Den Campingplatz Quinta Lala kennt nur leider keine Sau aber wir sind zumindest auf dem richtigen Berg und die Touristenpolizei fährt uns auch vor allerdings haben die auch keine Ahnung wo der Campingplatz sein soll...Finden ihn aber dann zum Glück doch noch - sind auch auf der richtigen Strasse und können endlich unsere deutschen Freunde begrüßen. Auch Carola mit dem Motorrad treffen wir hier wieder und somit haben wir bis jetzt noch nichts von der Stadt gesehen weil es dauernd was zu Besprechen gibt!
Aber morgen werden wir mal Cusco erkunden und danach gehts nach Machu Picchu!!

Cusco, Machu Picchu und wieder Cusco

Bleiben noch einige Tage in Cusco und machen uns am 22.08.08 auf Richtung Machu Picchu und das heilige Tal der Inka. Fahren zuerst nach Pisac und übernachten dort bei den Ausgrabungen. Die Ruinen sind noch sehr gut erhalten, allerdings müssen wir ziemlich klettern und schnaufen....
Gegen Mittag gehts weiter nach Ollantaytambo auch hier wäre einiges zu besichtigen allerdings verlangen die hier überall ganz schön Eintritt und somit machen wirs uns in der Ollantaytambo Lodge gemütlich wo wir im Garten campieren dürfen.
Machen uns am nächsten Morgen auf den Weg nach St. Theresa von wo aus wir den Machu Picchu "erklimmen" wollen. Es geht über eine Passtrasse rauf auf 4.316 m wo eine kleine Kirche steht und ein kleines ganz verdrecktes Mädchen im kurzen Rock und ohne Strümpfe steht die uns Kerzen verkauft. Gleich darauf gehts bergab und die Vegetation wird immer dichter und grüner, kommen Richtung Urwald. Fahren auf einer Schotterstrasse nach St. Maria allerdings ist dort Schluss mit unseren Plänen da Jürgen vor einer ziemlich wackeligen Holzbrücke aufgibt (sie sind im Pantanal eingebrochen, siehe www.terraglobe.de). Also gehts um 5 Uhr Abends wieder retour finden auch einen Campingplatz allerdings läßt uns der Besitzer nicht mehr rein - warum wissen wir nicht. Deshalb mußten wir den ganzen Weg nach Ollantaytambo wieder zürück was bei teilweise starkem Nebel und Nachts auf dieser Passstrasse ein ziemliches Abenteuer war.
Kaufen also am 25.08.08 ein Zugticket nach Aguas Calientes und müssen uns am 26.8.08 um 5.00 Uhr aus dem Bett quälen....
Sind dann endlich so gegen 10.00 am Machu Picchu und auch ziemlich viel Geld los....
Die restlichen paar Japaner, die nicht gerade in Salzburg sind, rennen am M.P. rum und so gegen 1.00 h geben wir auf und machen uns auf den Rückweg. Unser Zug geht um 19.00h wo wir auch noch eine Modenschau und eine Tanzvorstellung sowie ein Lunchpaket bekommen (wir müssen auf den Gegenzug warten)....Draußen vor dem Fenster stehen währenddessen Kinder und betteln um Essen!!!!
Am 27.8.08 nehmen wir auf dem Rückweg nach Cusco noch die Salinen von Maras und Moray mit. Werden jetzt erstmal einige Tage in Quinta Lala bleiben um endlich noch etwas von Cusco zu sehen - außer die Souvenirläden - die kenn ich nämlich schon!!!
Jürgen wird mit Nils den Nachtbus nach Lima nehmen da Nils ja leider am 1.09. wieder nach Hause muss und wir werden solange Petra und Laila Gesellschaft leisten hier!

Mittwoch, 3.9.08: Wir hängen noch immer in Cusco umher; aber für heute ist eine Campingplatz- Grillerei angesagt, alle Gäste machen mit. Einziges Problem ist ein Streik der Studenten wegen der Preiserhöhung der Busgesellschaften. Wir sollen das bestellte Fleisch am anderen Ende der Stadt holen. Ich (Richard) versuche am Vormittag, den Supermarkt zu erreichen, um Grillkohle zu holen. In der Stadt hört man von weitem Sprechchöre, aber weder Hupen (Motorgeräusche werden davon übertönt) noch das Pfeifen der Polizisten. Ich überhole eine demostrierende Gruppe Postler (wenn einige streiken, schliessen sich gerne andere Berufsparten an!), vor mir sperren die wenigen Ladenbesitzer ihre Geschäfte (verbarrikadieren ist wohl zutreffender!!). Ich bin froh, die Demo hinter mir gelassen zu haben, und biege in die nächste Strasse, wo mir wieder so eine Horde entgegen kommt.... Ich gebe auf, und gehe zurück zum Camping. Grillabend ohne Fleisch und Kohle- wir machen daraus eine Salatparty!! Ist auch ganz lecker, und Donnerstag können wir auch unser Alpaca- Fleisch auf den Grill schmeissen!!

Cusco bis Nasca

Am Montag den 8.9.08 reißen wir uns endlich vom Campingplatz los, verabschieden uns mal wieder von Jürgen, Petra und Laila (aber wir sehen sie ja bald wieder in Argentinien oder Chile!!!) und den anderen Gästen und weiter gehts nach Nasca.
Fahren an diesem Tag nur bis zu den Thermen nach Ccnoc die aber nicht so toll sind wie die in Brasilien - leider ist auch grad eine Gruppe Kinder samt Nonne anwesend....Jedenfalls verbringen wir dort eine Nacht bevor wir weiterfahren. Kommen aber nur bis Puquio ca. 150 km vor Nasca. Wir überqueren 2 Pässe mit über 4.000m mal rauf und dann wieder runter, Kurven ohne Ende, aber die Landschaft ist mal wieder ein Traum! Übernachten bei einem Restaurant im Hof wo hinter uns auf dem Dach die Spezialität Perus im Käfig sitzt - nämlich Meerschweinchen!! Mittwoch schaffen wir es dann bis Nasca, die Landschaft wird immer karger und wir fahren mal eben an der größten Sanddüne der Welt vorbei dem Cerro Blanco 2.080m nur Sand....
Machen jetzt im Hotel Massion Suissa gegenüber dem Flughafen erst mal ein paar Tage Urlaub!! Hier ist es endlich schön warm und wir können im Pool plantschen!
Heute 12.9.08 waren wir am Cementerio de Chauchilla, einem Friedhof mit lauter guterhaltenen Zombies!
Morgen wollen wir uns die Nascalinien anschauen - von oben! Mal sehn ob ich dem Piloten ins Genick kotze....die Flieger sind ziemlich klein und es wird wohl sehr wackelig werden!

Außerdem muss ich noch erwähnen dass meine Verdauung immer dann am Besten funktioniert wenn die Toiletten am schlimmsten sind......
Auch duschen kann hier relativ gefährlich sein da man immer mal wieder eine erwischt die einem beim An- und Abdrehen des Wassers einen Stromschlag versetzt, sind auch hier schon sehr vorsichtig geworden ;o)..... (Anmerkung Petra!!!)

Montag 15.09.08: sind noch immer in Nasca, da ich Probleme mit meiner Verdauung hatte (will ich euch nicht näher schildern!!). Jedenfalls haben wir unseren Flug auf heute verschoben! Sind dann zum Flughafen gebracht worden - und da waren sie wieder - tausende von Japanern!!!!! Mußten uns um 5.45 h aus dem Bett quälen weil um 6.30 h geht ja unser Flug.......am Flughafen: kein Flug, schlechte Sicht ca. 1 1/2 Stunden warten, was die Japsen ja super fanden da konnten sie in aller Ruhe den Flughafen abfotografieren und wichtige Souvenirs kaufen (einer hatte sogar nen Tirolerhut auf!!!). Jedenfalls gings erst um 9.00 Uhr los und uns war danach klar warum im Reiseführer steht man sollte besser nicht Frühstücken falls man einen empfindlichen Magen hat....Unser Pilot ist da über die Linien gedüst - rechts, links, rechts damits ja alle auch sehen (waren eh nur zu dritt weil mehr passen eh ned in diese Gaudiflieger)....jedenfalls war uns ziemlich schlecht als wir wieder am Boden waren !!

Nordperu

Dienstag, 16. September: Die Zeit läuft uns davon. Unser Ziel heisst Ecuador, haben auch Kolumbien von unserer Route bereits gestrichen. Auch haben wir die Kälte schön langsam satt, speziell am Abend ist es oft zu kalt, um draussen zu bleiben. Verlassen Nasca, um an der Küste die Panamericana hochzufahren. Verlassen aber auch gleizeitig Sonne und Wärme, am Pazifik ist es nur duster und bewölkt! Nur von Dezember bis März gibt es hier Sonne! Der Platz, um depressiv zu werden... und das trotz schöner Strände und traumhafter Wüstenlandschaften!
Unser erstes Ziel heisst Huacachina, eine Wüstenoase. Dort kommen wir aber nie an, (diesmal verfahren wir uns nicht!!) die Strasse ist gesperrt! Bauarbeiten. Also fahren wir gleich weiter in den Nationalpark von Paracas. Übernachten in Lagunillas zwischen 3 Restaurants und 4 Ruinen. Pelikane spazieren über den Platz, die Landschaft super!
Am nächsten Tag gehts nach einer Besichtigung weiter nach Norden. Bleiben in Jahuay auf einem Campingplatz über Nacht. Strand (versaut), Anlage (ungepflegt), Pools leer... Aber okay für eine Nacht, brechen früh auf! Besuchen die Ausgrabung Pachacamac, ist zwar ein riesen Gelände, aber leider ist nicht mehr viel da! Passieren Lima, kämpfen uns durch die Strassen, Smog, Dreck und Lärm! In Chancay übernachten wir an der Tanke (Grifo). Besonderheit: eine laut schnatternde Tankstellengans, die ölverschmiert zwischen den Zapfsäulen umher watschelt! Auch geschlafen wird an der Zapfsäule! Wir fahren weiter nach Caral, zu Ausgrabungen. Kämpfen uns 25 km über Piste (Fahrzeit über 1 Stunde!!), wo uns ein übereifriger Ticketverkäufer erklärt, man könne die Anlage nur in der Gruppe besichtigen... Also wieder 25 km über die Holperpiste zur Hauptstrasse zurück! In Casma, einem verlorenen Kaff in der Wüste, machen wir den nächsten Halt! Wir wollen die Anlage von Sechin ansehen. Renato, ein erfahren Tourguide (bei uns ist das ein ganz normaler Taxifahrer!), fährt uns nach Museum und Tempel noch zu weiteren Ausgrabungen. Das allerdings entpuppt sich als absoluter Steinehaufen, also, wenn wer nach Lust und Laune graben will, hier findet er sicher seine Lebensaufgabe! Im Hotel El Farol, in dem wir campen, gibts auch einen leeren Swimmingpool.... Sehen uns noch Balenario de Tortugas an, ein Ferienkaff an der Küste, und ausserhalb der Sommersaison eine Geisterstadt!
Sonntag, 21.09.08: Erreichen Trujillo, auch dort gibt es Ausgrabungen (Gähn!), die Anlagen der Chimbe, Chan- Chan. Wir sehen uns den Tempel von Tschudi an, und beschliessen, dass wir genug Kultur getankt haben, zumindest was Ruinen angeht... Ziehen uns noch das Museum rein, das allerdings auch nicht viel zu bieten hat! Campen im Hostal Huanchaco Gardens, im Feriendorf Huanchaco. Hat ein bisserl was von Griechenland, wenn endlich Sonnenschein wäre!!!

Huanchaco bis Mancora

Donnerstag 25.09.08: Wollen endlich nach Mancora und in die Wärme gelangen und machen uns gleich mal Morgens (so gegen Mittag....) auf den Weg. Wollen noch ein letztes Mal einen auf Kultur machen, übernachten auf einer Tanke und schauen uns in Lambayeque das Museum des Herrn von Sipan an. In diesem Museum finden sich sämtliche Grabbeigaben inklusive seinem Skelett. Dieses Grab wurde erst 1987 entdeckt, war wirklich mal wieder beeindruckend nach all den Ruinen....
"Düsen" weiter nach Piura, übernachten dort für 12,- Euro!!! in einem Hotel und spazieren durch die Stadt - die allerdings nicht wirklich was zu bieten hat!
Kommen am Samstag dann endlich nach Mancora, treffen hier auf ein schweizer Pärchen und bleiben erst mal mit dem Auto bei der Bungalow Anlage im Sand stecken....also wieder mal schaufeln! Ging aber leichter als am Salzsee....Wechseln dann aber ins Estrella Fugaz da die "Toilette und Dusche" wirklich unter jeder Sau war (Stehhöhe 150 cm, in einer Bambushütte...) war sogar Richard zuviel!!!
Mancora ist ein nettes Touristenörtchen und wir haben endlich mal Sonne, einen super Pool und das Meer ist auch schön warm (allerdings ziemlich hohe Wellen...).
Montag brechen wir auf nach Ecuador, wir wieder mal Zeit was anderes zu tun als lesen und den ganzen Tag faul rumliegen.....Adrian und Tanja (Schweiz) werden uns ein Stück begleiten!

Ecuador!

Montag, 6.10.08: Wir starten endlich in Peru, um nach Ecuador zu kommen. Sind ja nur mehr 130 km bis zur Grenze. Ein "Führer" bietet sich in Aquas Verdes, am Grenzposten an. Wir nehmen ihn mit, eine kluge Entscheidung. Ohne ihn hätten wir die Immigration wahrscheinlich nie gefunden, er lotst uns durch die engen Strassen, wo auch noch ein Marktstand nach dem anderen steht.... Beim Zoll ist allerdings Schluss mit Lustig. Wegen des Stadtfestes (ja, hier an einem Montag!!) ist heute zu! Also übernachten wir an einem bewachten Parkplatz, mitten im Zentrum. Positiv: wir können am nächsten Morgen zu Fuss zum Zollgebäude gehen. Negativ: ca. 30 Meter ums Eck ist eine Bühne mit riesigen Boxen aufgebaut. Und wisst ihr was? Das Stadtfest dauert bis 7.00 Uhr morgens.... soviel zum Thema Schlaf!!
Nachdem unsere Papiere fertig sind, setzen wir unsere Fahrt fort, und landen in Guayaquil, in einer 3 Millionen Stadt. In dem grössten Einkaufszentrum an der Pazifikküste, na, ja! Der Versuch, am Parkplatz des Geländes zu übernachten, schlägt fehl. Allerdings kommen die Securities erst um halb 2 Uhr früh drauf (oder nach 4 lt Rotwein, die wir mit Adrian & Tanja vernichtet haben!)... Also lotsen sie uns ums Zentrum zur Ausfahrt der Parkgarage, die allerdings die ganze Nacht bewacht ist! Besuchen am anderen Tag noch Cerro Santa Ana, ein kleiner Stadtteil mit Leuchtturm, engen Gassen, einer Kirche und einem Museum. Haben von dort einen super Ausblick auf die Stadt.
Am späten Nachmittag gehts weiter Richtung Küste, wo es endlich wieder bewölkt und kühler ist! Nach einer Nacht an einer Tankstelle kommen wir endlich an die Ruta del Sol, mit 2 Fehlern im Namen: 1. es ist mehr eine Piste als Strasse; 2. es ist ziemlich bewölkt, von Sonne keine Spur...
Allerdings sind lauter kleine, nette Dörfer entlang der Strecke, mit Hotels, Restaurants, Shops, usw. Einzig die Touristen gehen hier zu diesem Ambiete ab.... Werden in ganz Ecuador wie Marsmännchen bestaunt, jetzt wissen wir auch, warum!!
Erreichen am Nachmittag Puerto Lopez, einer der grösseren Touri- Orte, und checken im Hostal Maxima ein.
Am nächsten Tag gehts raus aufs Meer- Wale schauen ist angesagt!! Wir passieren zuerst einige Fischerboote, und sehen dann lange nur Wasser, und sonst nix.... Wir sind schon spät dran, es gibt keine Garantie mehr, dass wir auf welche treffen. Dann aber tauchen sie auf- zuerst Buckelwale! Gigantische Ausmasse, und leider bringen wir kein Foto von den Sprüngen hin... Aber der Anblick ist genial, oft sind sie nur 10 Meter vom Boot entfernt! Wir verfolgen sie eine Zeit, und es tauchen immer wieder welche auf! Auf dem Weg zurück kommen noch einige Orcas (ihr wisst schon, die von Free Willy!) an unser Boot, und schwimmen neugierig um uns herum! Genial!!
Die Wale kommen zur Paarungszeit von Juni bis September an diese Küste, und dass wir Mitte Oktober noch so viele sehen, ist reine Glücksache!
Samstag Morgen gehts zum Fischmarkt: am Strand, von den Booten wird verkauft, die Fische im Sand filetiert, die Vögel stehlen immer wieder einen Happen!!

Weiter nach Quito

Sonntag, 12.10.08: es geht weiter nach Norden. Unser nächstes Ziel heisst Manta, eine 200.000 Einwohner Stadt mit Hafen und Stützpunkt der US- Army. Wir checken im Hotel Barbasquillo ein, eine grosse Hotelanlage mit Campingplatz, dreckigen Pool, wenig Frühstück (alles aus ausser Eier!!), sowie miesen Strand... Müssen aber 3 Tage bleiben, weil ich mir einen Zahnarzt zur Wurzelbehandlung aufreiß`(Richard). Der Spass kostet uns 120,- $, aber er hat zumindest viele Diplome an der Wand hängen und auch bei der Behandlung kann man vom Warteraum aus zusehen - sehr spannend!!!
Besuchen zwischendurch Monte Christi, eine kleine Stadt ca. 20 km entfernt. Hat einen schönen Plaza, eine schöne Kirche und ist eigentlich berühmt für den Panamahut. (Ja, ja, ihr lest schon richtig - der kommt aus Ecuador und nicht aus Panama!!!!) .

Donnerstag, 16.10., wir fahren mit unseren schweizer Freunden Adrian & Tanja weiter ins Landesinnere. Genauer, nach Queveda, einer kleinen Stadt. Allerdings schaffen wir es nicht in einem Tag, wir müssen in Empalme einen Zwischenstopp einlegen. Wieder einmal macht uns der schlechte Strassenzustand zu schaffen. Ca. 200 km in über 4 Stunden, zwar Asphalt aber sehr viele Schlaglöcher!! Adrian hält an einem Motel (wir erklären ihnen dass es sich dabei um ein Stundenhotel handelt), da es aber schon finster wird beschließen wir trotzdem auf dem Parkplatz zu übernachten. Das Motel ist ziemlich heruntergekommen, kein Vergleich zu damals in Brasilien. Werden auch gleich von den Besitzern belagert und zu unserer Reise befragt. Der Besitzer erklärt uns auch dass es hier sehr sicher sei - wobei er mit seinem Revolver (einer Magnum) vor unseren Gesichtern rumwedelt!!! Tanja und ich werden leicht nervös (man sieht ja viele Filme!!!) aber naja wir sind eben in Südamerika und hier ist sowas wohl normal. Als er dann aber auch noch die Tore für die Ein- und Ausfahrt schließt werden wir doch wieder nervös.....Geht aber eh alles gut und wir brechen am Morgen auf Richtung Quito. Müssen aber nochmal unsere Route ändern da uns Einheimische abraten über die Berge Richtung Latacunga zu fahren - sei zu gefährlich! Fahren über Santa Domingo durch Bananen-, Ananas-, Kakao-, Papayaplantagen etc. wirklich sehr schön, allerding sehen wir auch immer wieder Kleinflugzeuge über die Plantagen donnern die Gift sprühen! Nach St. Domingo gehts mal wieder auf 3.000m eine Bergstrasse rauf, sind wir ja schon gewöhnt, allerdings standen wir gleich 2x im Stau wegen Unfällen. Suchen uns in Lasso ein Hotel zum Übernachten, eine super schöne Anlage (Cuelo de Luna), die Landschaft erinnert eher an zu Hause als an die Anden. Kühe, saftige Wiesen, Berge (u.a. der Cotopaxi mit 5.897m der höchste aktive Vulkan der Welt), einfach traumhaft.
Kommen Samstag in Quito an und müssen erstmal ein Hotel mit Parkplatz suchen was uns fast den ganzen Tag kostet. Checken im Hotel 6. Dezembre ein, müssen allerdings auch ein Zimmer buchen.....
1979 wurde Quitos Altstadt zum Unesco Weltkulturerbe erklärt und ist wirklich wunderschön mit seinen vielen Kirchen und Plätzen.
Montag 20.10.08: genießen ein tolles Frühstück im Cafe Colibri mit Weißwurst und Leberkäse und endlich mal gutem Cafe! Danach machen wir noch einen Rundgang durch die Neustadt bevor wir morgen aufbrechen nach Mitad del Mundo - zur Mitte der Welt!

Von der Mitte der Welt...

Dienstag, 21.10.08: Nachdem wir uns wieder mal verfahren haben, und das, obwohl wir hier die meisten Wegweiser Südamerikas haben, kommen wir am Nachmittag beim Äquatordenkmal an. So weit, so gut; leider hat man sich um ca. 100 Meter vermessen, die eigentliche Nullgradlinie ist im benachbartem Solar- Museum, dass wir am nächsten Tag besichtigen. Wir verbringen wieder mal eine Nacht in einem Hotel, der Hosteria Alemana. Kriegen gute Infos vom Besitzer Gerd, der schon 30 Jahre hier lebt.
Nach den Experimenten am Äquator gehts weiter nach Otavalo. Die 22.000 Einwohner- Stadt hat den grössten Markt Ecuadors. Auf dem Weg zu einem geeigneten Platz zum Übernachten kommen wir an der Anlage Rose Cottage vorbei, und auch gleich hängen (nein, nicht wieder im Graben!!)! Super Aussicht auf die Stadt, zwischen den Vulkanen Cotacachi (4939 m) und Imbabura (4621 m).
Samstag ist Markttag, und wir stehen sehr früh auf (7:30!!). Zuerst fahren wir zum Tiermarkt, wo wir zwischen Kühen, Schweinen, Hunden, Katzen, Hühnern, Enten und lebendem Abendessen (Meeerschweichen) umher irren. Dann gehts weiter zum Poncho Plaza, an dem Handarbeitsachen der Otavalo- Indianer angeboten werden. Die ganze Stadt ist an diesem Tag allerdings Markt, und das eigentlich interessante sind die bunten Trachten der Menschen aus dieser Umgebung.
Einige Otavalenos sind durch ihr Textilhandwerk, die Webkunst, zu den reichsten Indigenas Lateinamerikas geworden.
Montag, 27.10.08: Weiter gehts zu den Thermen von Pappallacta. Wieder gehts mal schnell auf über 4000 Meter Seehöhe, dann wieder runter auf ca 3400 Meter... Adrian bleibt mit seinem Camper auf den Weg zur neuen Therme (mit eigenem Hotel!) hängen. Ein LKW und 3 kaputte Abschleppseile später entschliessen wir uns, im Ort auf dem Parkplatz der Therme zu übernachten. Auch egal, es ist ein verschlafenes Dorf, mit einigen kleinen Geschäften (Ich brauche z.B. 3 Geschäfte, um Milch zu bekommen!!) und ein paar Restaurants.
Das Thermalbad ist genial, das Wasser kommt mit 39° Grad aus dem Felsen!! Wollen die Becken gar nicht mehr verlassen, und das Wetter ist auch schlecht. Regen (ausserdem ist es kalt!!) und die Wolken hängen tief in den Bergen...
Mittwochs fahren wir weiter nach Tena, im Amazonasgebiet. Wieder brauchen wir fast 4 Stunden (ca. 140 km!!), die Strasse ist eine Geröllpiste sondergleichen!
Aber die Landschaft entschädigt für Vieles, im Hochland sieht es aus wie bei uns in den Bergen: saftige, grüne Wiesen (mit Kühen) und Wälder, Holzhäuser wie unsere Almen...
Es geht bergab (ca. 3000 Höhenmeter), und die Vegetation ändert sich. Immer mehr Palmen tauchen auf, und es wird spürbar wärmer! Im Hotel Limoncocha verbringen wir seit langem wieder eine Nacht im T-Shirt auf der Terasse!!
Freitag & Samstag verbringen wir im Dschungel von Ahuano, besuchen das Amazoonico, eine Auffangstation für Tiere, mitten im Dschungel, und nur mit den wackeligen, schmalen Booten zu erreichen. Wir übernachten in einer Lodge im Regenwald, Petra ist nicht sonderlich begeistert... Nur wegen ein paar Spinnen und Käferchen!!! (War wirklich ein einmaliges Erlebins - nämlich deswegen weil ich nie wieder vorhabe 2 1/2 Stunden durch den Dschungel zu wandern!!!!!!!). Allerdings erfahren wir auch sehr viel über die Pflanzen und deren medizinische Wirkung - z.b. wächst dort Immodium !!!!!
Montag, 3.11.: sitzen noch immer in Tena, es regnet den 2. Tag durch, so ein Käse!! Aber wenigstens ist es trotz Regen immer noch schön warm hier!

Von Tena bis Banos

Freitag 07.11.08: sind immer noch im Hostel Limoncocha und können uns Morgens nur schwer von Tena bzw. vom Hostal losreißen. Haben noch einen Ausflug nach Misahualli gemacht, ein kleines gemütliches Dorf am Rio Napo (eigentlich viel schöner als Tena...) in dem eine Affenfamilie den Plaza zu ihrem Reich erklärt hat!!!
In dieser Woche kommt auch noch Markus aus der Schweiz mit seinem Mitsubishi bei uns im Hostel an.
Müssen außerdem unseren Plan nach Argentinien zu reisen begraben da in Peru für die nächsten 30 Tage der Ausnahmezustand ausgerufen wurde und zwar genau in der Region an der Panamericana wo wir durch müssten. Könnten zwar über Bolivien ausweichen, allerdings kennen wir diese Strecke ja schon und haben deswegen beschlossen nach Kolumbien zu fahren.
Machen uns also zu 3. auf den Weg nach Banos. Eine wunderschöne Strecke einem Canyon entlang, herrlich grün und auch noch schön warm. Stoppen in Rio Verde um uns am nächsten Tag den Wasserfall Pailon del Diabolo anzusehen. Der Besitzer vom Hostel erklärt uns es wäre der 3. wichtigste in Südamerika nach Iguazu und den Angel Falls in Venezuela. Die Wanderung zum Wasserfall ist ganz nett und für 1$ Eintritt kann man es ruhig machen, allerdings fand ich den Wasserfall nicht unbedingt sehr beeindruckend....
Banos ist ein ruhiges kleines Örtchen mit 15.000 Einwohnern am Fuße des Vulkans Tungurahua der zuletzt 2006 ein bisschen Feuer gespuckt hat.

Auf nach Kolumbien!

Am Montag, den 10.11. machen wir uns von Banos auf den Weg nach Norden; erster Zwischenstop ist der Laguna San Pablo, wo wir direkt am See in einer tollen Hotelanlage campen. Am nächsten Morgen haben wir einige Hindernisse zu bewältigen, die Strasse wird mehrmals aufgegraben, und ist (fast) unpassierbar. Kommen aber trotzdem durch, und fahren bis nach Tulcan, der Grenzstadt zu Kolumbien. Besuchen den Friedhof, die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt. Ist wirklich beeindruckend, allerdings fängt es nach wenigen Minuten an zu schütten, was runtergeht. Retten uns ins trockene Auto, und fahren zur Grenze. Die Formalitäten sind schnell erledigt, Miss Zoll, eine aufgedonnerte Tussi, fertigt bei Kaffee und Kuchen unser Auto ab, und wir sehen im TV daneben, wie ein Büro von einer aufgebrachten Meute zerlegt wird. Und wo spielt sich das Ganze ab? In Ipiales, der Stadt, in die wir müssen! Bleiben allerdings im ersten Hotel nach der Grenze über Nacht, da es bereits dunkel wird.
Besuchen die Kirche de Las Lajas, die über eine spektakuläre Schlucht, aufgrund einer Marienerscheinung im 18 Jh., gebaut wurde. (Allerdings: wir befinden uns im Drogenland Nr. 1...)
Über Patia geht es weiter nach Popayan, von wo aus wir die PanAm verlassen, und über die Berge nach San Augustin wollen. In Coconuco bekommen wir die Info, dass es 6-8 Stunden nach San Augustin wären, und bleiben am Parkplatz eines Thermalbades (das furchtbar nach faulen Eiern stinkt!!) über Nacht. Ach, ja, ich vergaß, es sind gut 130 km bis zu unserem Ziel!! Rasen am nächsten Tag mit Schrittgeschwindigkeit über die Berge, das ist nicht mal mehr eine Schotterpiste...
San Augustin: wir haben einen gemütlichen Campingplatz, einen kleinen Ort und Internet, das so schnell ist, dass Briefe eine echte Alternative dazu sind...
Sehen uns den archäologischen Park mit den Grabstätten einer mysteriösen Gemeinschaft, von der man bis heute nichts weiß. Bis zu 7 Meter hohe Statuen wurden für die Gräber mit primitivsten Mitteln aus Stein gehauen! Treffen am Parkplatz des Parks den Franzosen Jean wieder, den wir irgendwann im August in Chile kennenlernten! Südamerika ist halt doch ein Dorf!!
Nach nur 2 Nächten im Camping San Augustin brechen wir nach Norden auf.

Durch Zentralkolumbien!

Trotz unseres Versuches, früh weg zu fahren, kommen wir nicht wirklich schnell voran. Die Strasse schlängelt sich über Berge, rauf und runter... Irgendwann gehen einem die schönsten Berge auf den Wecker, glaubt mir das!
Fragen im Hotel Los Manguitos, 10 km vor der Stadt Neiva, ob wir am Parkplatz übernachten dürfen. Der Besitzer meint, wenn wir was konsumieren, kein Problem. Na, klar, schon alleine der Poolbar wegen, machen wir das! Allerdings kriegen wir dann auch noch ein gratis Zimmer, weil wir die ersten Europär hier sind!! Sowas haben wir noch nie erlebt!!
Erreichen am 19. November die Stadt Zipaquira, deren Wahrzeichen eine Kathedrale in einem Salzbegwerk ist!! Diese bietet 8400 Menschen Platz!! Einfach genial! Auch die Stadt ist schön, mit den engen Gassen erinnert alles etwas an Kroatien!
20. Nov., wir brechen auf nach Villa de Leyva, der Kolonialstadt, die 1954 zum Nationaldenkmal erklärt wurde. Echt sehenswert, mit den vielen alten Häusern, alle in strahlenden Weiss gehalten! Die Strassen sind aus groben Stein, was Autofahren allerdings zu einer Qual macht! Auf der Suche nach der 2. Sehenswürdigkeit der Stadt, Don D´Bill Bar (der Ex-Drummer eines gewissen Elvis Presley spielt hier fast jede Nacht!), lernen wir Wirt Manfred von der Dorfkneipe kennen. Werden genötigt, 2 Folgen von "Melodien der Berge" anzusehen. Er erklärt uns, Bar & Besitzer gibt es leider nicht mehr... Bleiben also in der Dorfkneipe sitzen, und als wir ein Taxi wollen- Fehlanzeige! Die fahren höchstens bis 9.00 Uhr! Unser Camping liegt ausserhalb, und kriegen einen gratis Stellplatz bei dem Österreicher Herbert im Garten vorgeschlagen. Manfreds Schwager (der Kellner!) fährt uns schliesslich zum Camping. Am nächsten Tag parken wir die Autos um, und Herbert nimmt uns in seinem Garten auf! Schlendern durch die Strassen, hier könnte man es länger aushalten. Allerdings wollen wir endlich (Karibik-) Strände sehen. Nach einem weiteren Abend in der Dorfkneipe (Manfred schenkt uns eine Packung Landjäger der kol. Firma Suiza, ein Baguette fürs Frühstück, sowie ein T-Shirt seines Lokals!!), brechen wir am nächsten Tag auf.
Fahren den Tag durch, und bleiben in einem Freibad in einer Schlucht über Nacht. Schon morgens kommen wir nach Bucaramanga. Polizei in Schutzkleidung und Schlagstöcken sicher ein Strassenstück, in dem irgendwas verbrannt worden ist. Dann verfahren wir uns, trotz Strassenschildern... Wir fragen einen Autofahrer, der will erst mal unsere E-Mail- Adresse, dann fährt er uns mit seinem Wagen vor, und lotst uns durch die Stadt! (immerhin eine 1/2 Mio Einwohner- Stadt!!)
Wir durchqueren ein Feuchtgebiet, das etwas ans Pantanal in Brasilien erinnert, und müssen noch eine Nacht in Bosconia übernachten. Am nächsten Morgen geht es dann ans Meer, nach einem Stau wegen einem Unfalls, dann kommt Regen auf, und hört nicht mehr auf! Bleiben an einem Campingplatz am Meer über Nacht, und auch am nächsten Tag regnet es durch. Die Zufahrt steht knietief unter Wasser, sind also eingesperrt! Unsere Seitenfenster sind nicht wiklich dicht, es regnet vor dem Bett hinein... Stellen im Regen unser Vorzelt in Badeklamotten auf, um wenigstens ein trockenes Plätzchen zu haben! Am Abend hört endlich der Regen auf (lt. den Besitzern regnet es den 4.Tag durch!!), und am 3. Tag zeigt sich das Wetter von seiner schönsten Seite!
Der Strand erinnert mich an den Mae Nam Beach in Koh Samui, nur Kokospalmen, Sand und Meer! Und das wichtigste - nicht so verbaut wie Thailand!!!
Freitag 28.11.08: wir machen uns auf den Weg nach Taganga, ein kleines Fischerdorf direkt am Strand. Finden einen kleinen Hotelparkplatz und werden hier wohl einige Tage verbringen um Sonne Strand & Meer (& Pina Colada!!) zu geniessen!

Die Karibik....

Nach einigem Suchen finden wir den Weg nach Taganga, es ist eine schmale Strasse, die sich durch einen Vorort über den Berg schlängelt. An einem der Aussichtspunkte bleiben wir stehen, Taganga erinnert an Griechenland! Bleiben im Hotel Delfin, direkt am Strand zum campen. Allerdings sind die Strände nicht wirklich schön, und am Wochenende erleben wir das Saufgelage der Einheimischen! Die können Saufen, am Morgen sitzen noch alle vor den Geschäften, inmitten von Bierflaschen...
Der "schöne" Playa Grande schockiert mit Unmengen von Restaurants, auch der Strand ist nicht wirklich schön!
Verlassen am Dienstag, 2. Dezember, Taganga, und machen uns auf den Weg nach Cartagena, der Piratenstadt. Weltkulturerbe der UNESCO, wurde diese Stadt 1533 gegründet, um das den Indios geraubte Gold nach Spanien zu verschiffen. Dadurch kam es immer wieder zu Schlachten mit den Piraten...
Dass Weihnachten immer näher rückt merken wir an den bunt dekorierten Häusern und in den Läden gibt es Unmengen von Lichterketten, Schneemänner, Weihnachtsmänner etc., auch die Städte rüsten auf mit Christbäumen und Weihnachtsdeko, irgendwie komisch des Ganze bei diesen Temperaturen und Palmen zu erleben!!
Dienstag 09.12.2008: sind immer noch in Cartagena, haben 2 Touristenausflüge gebucht. Einmal City Tour (mit mehr Souvenirläden als Sehenswürdigkeiten) und am 2. Tag eine Bootstour zum Playa Blanca und Isla de Rosario samt Aquarium. Der Trick bei dem Ausflug war dass wir Nationalparkgebühr sowie Aquarium extra bezahlen mussten, was dir vorher natürlich kein Schweinchen sagt wenn du die Tour buchst.......
Werden wohl noch bis Freitag in Cartagena bleiben und danach?!? wir wissen es noch nicht!
Ausserdem ist es eher schwierig in Kolumbien ein freies Netz für unsere Homepage zu finden, unsere Berichte werden also wahrscheinlich in nächster Zeit etwas spärlicher ausfallen.

Von Cartagena nach Osten

Samstag 13.12.08: verlassen Cartagena und fahren wieder Richtung Taganga. Machen dort nochmal 2 Tage Stopp und fahren am Montag in den Nationalpark Tayrona. Erstmal Drogenkontrolle wo sich 3 Hanslen genauestens unser Handschuhfach ansehen und an allen möglichen Sachen schnuppern - wollten ihnen ja schon sagen dass es einfacher wäre wenn sie sich Drogenhunde besorgen würden.....aber dann wären wohl einige "Arbeitsplätze" hier gefährdet!!!
Zahlen dann für den Park erstmal 31,- Euro nur damit wir reindürfen und jeder Tag den man dort verbringt kostet wieder extra. Finden aber einen wunderschönen Campingplatz mit Kokospalmen direkt am Meer (leider kann man da nicht schwimmen, Strömung zu stark..). Am Dienstag gehts zu Fuss nach Arrecife, eine 1stündige Wanderung durch den Dschungel zu einem kleinen Ort mit einigen Restaurants und Campingplätzen. Auch hier ist nix mit Schwimmen also nochmal eine kleine Wanderung zu einer kleinen Bucht wo wir kurz ins Wasser hüpfen und uns danach auch schon wieder auf den Rückweg machen.
Fahren am Abend nochmal zu unserem Campingplatz Casa Grande am Rande des Nationalparks und bleiben hier für 2 Nächte - diesmal ohne Dauerregen!!!
Donnerstag 18.12.08: weiter gehts nach Riohacha eine kleine Stadt am Meer, machen einen Stopp in Dibulla, super Strand aber weder Campingplätze noch Hotels, versuchen es dann in Camarones wo es eine Lagune mit Flamingos und Schildkröten gibt, auch hier kilometerweit nur Strand aber nichts um zu übernachten. In Riohacha geht dann die Suche nach einem geeigneten Standplatz wieder los, aber etwas ausserhalb von der Stadt können wir im Hotel Kalamari übernachten.
Wollen nun weiter nach Cabo de La Vela anscheinend auch mit tollen Stränden.....allerdings gibt es hier in Kolumbien entweder super Strände mit null Infrastruktur wo wir am A der Welt sitzen oder halt Stadtstrände was auch nicht grad der Renner ist......

Venezuela

Samstag, 20.12.08: Wollen eigentlich weiter nach Cabo de la Vela, nahe der Grenze zu Venezuela. Haben uns im Vortag in der Touristeninformation erkundigt, kein Problem mit dem Auto dorthin zu kommen. Auch unsere Hotelmanagerin bestätigt das am Morgen, aber nur mit Allradantrieb und sehr hoher Bodenfreiheit... nachdem wir beides nicht haben, fahren wir halt gleich weiter an die Grenze.
Wer sich mal wirklich nerven lassen will, dem schlage ich diese Grenze bei Macaibo vor. Ein Stau ohne Ende, ein Geldwechsler lotst uns mal durch das Chaos. Parken am Zollparkplatz, allerdings können 2 Autos hinter uns nicht raus. Das Zollpapier wird uns abgenommen, wir sind mit dem Auto fertig. Die Passkontrolle gestaltet sich etwas kompilzierter, wir stehen 2 Stunden in der Schlange, die durch Restaurants, Griller, Geschäfte, etc. geht. Dazwischen kämpfen sich fliegende Händler, die dir alles Mögliche anzudrehen versuchen. Das Ganze bei 35°, echt lustig. Kurz vorm Eingang kommt es fast zu Schlägereien, weil sich immer wieder Leute reinzudrängen versuchen!
Dann gehts weiter zur venezolanischen Grenze. Die haben ein Service da- Mädels schreiben dir sogar Ein- und Ausreisekarten. Uns natürlich gleich Ausreisekarten, weil die Dame ja dringend telefonieren muß. (Telefonieren muß hier jeder, ich dachte, das gibts nur bei uns...)
Nach dem Stempel weiter zum Zoll, um unser Auto einzuführen, 5 km nach der Grenze. Schön und gut, aber zu! Am Montag wieder...
Wir fahren zurück zur Grenze, und quartieren uns im einzigen Hotel ein. Ein wirklich gemütliches Plätzchen, es ist sogar sauber, und im Hof hört man das Dauerhupen fast nicht!
Montag stehen wir um halb 9 Uhr vor dem Zoll, um 9 wird aufgesperrt... Eine Gruppe Amis kommt auch mit 9Autos daher, der Zöllner ist restlos überfordert. 3 Stunden später, nach unserem 3. Einreiseformular (aber auch Motor und Fahrgestellnummer vertauscht), geb ich es auf, mich zu beschweren...
Wir habens geschafft, und nach den sauberen Ländern wie Ecuador und Kolumbien sind wir wieder auf den Standard von Bolivien zurück gefallen. Dreck, Staub und Müll zieren die Strassen, aber Asphalt, keine Schotterpisten!

Maracaibo bis Colonia Tovar

Bleiben eine Nacht in Maracaibo im Hotel Euro (im wahrsten Sinne des Wortes - die haben hier Preise wie bei uns...). Am nächsten Morgen wollen wir noch in ein Einkaufszentrum eine Strassenkarte von Venezuela kaufen. Fahren so gegen 8.30 Uhr weg da um diese Zeit noch kein Verkehr ist. Angekommen beim Einkaufszentrum kommt Richard drauf dass er die Bauchtasche samt Geld noch im Hotel liegen hat......also sofort retour zum Hotel und wir haben Glück, das Bett ist zwar schon abgezogen, aber Geld und auch der 2. Autoschlüssel liegen noch in der Lade der Komode!! Zum Glück kommt hier keiner auf die Idee, jemals einen Schrank auch innen zu putzen..!
Wieder kämpfen wir uns durch den dichter werdenden Verkehr, zurück ins Einkaufszentrum am Stadtrand, wo wir sogar eine Strassenkarte finden, und kommen drauf, dass wir wieder durch die ganze Stadt müssen, um nach Coro zu kommen! Dazu sollte man vielleicht bemerken, das z.B. Ampeln keine wirklich Beachtung geschenkt wird, genausowenig, wie etwaige Verkehrsregeln beachtet werden. Sollte es überhaupt welche geben, dessen bin ich mir nicht mehr so sicher! Brauchen ca 2 Stunden, um endlich aus Maracaibo raus zu kommen!
Nach einem Tankstopp, wir zahlen für 31 Liter Benzin 2200.- , in Euro sind das ganze 70 Cent!!! Ist aber auch schon alles, was hier billig ist!
Wir erreichen Coro gegen Abend und bleiben gleich bei der 1. Posada, La Wakamaya, stehen. Sind die einzigen Gäste dort und so gegen 6.00 h verlässt uns auch noch der Besitzer samt "Hausknecht". Kriegen einen Schlüssel für das Tor und weg sind sie! Fühlen uns wie zu Hause im Garten mit 3 Hunden, einigen Pfauen, Hühnern und Papageien. Bleiben statt 2 Tagen gleich 5, besichtigen Coro, den Nationalpark Medanos de Coro mit der "Minisahara", einer Sanddünenlandschaft sowie Adicora ein kleiner Badeort im Nationalpark, der allerdings mit Müllhaufen übersät ist......
Auch Weihnachten verbringen wir zu Zweit mit unseren Tieren und einem Fernseher, den uns Winston, der Besitzer, zum Auto stellt!!!
Sonntag 28.12.08: brechen auf nach Chichiriviche, müssen allerdings nochmals umdrehen weil wir den Schlüssel für das Tor der Posada noch mithaben.......kommen trotzdem gegen Mittag in Chichiriviche an. Zwar gibts hier tausende Hotels und Posadas allerdings wollen die uns mit dem Auto nicht campen lassen. Finden nach ca. 2 Stunden suchen die Posada Alemania und wir haben Glück, Moni die Besitzerin hat nichts dagegen dass wir bei ihr im Garten stehen. Da wir so herzlich aufgenommen werden beschliessen wir Silvester auch noch hier zu verbringen. Machen noch einen Ausflug auf eine der vielen Inseln des Nationalparks Moroccoy - Karibik vom Feinsten!
Nach einer ausgiebigen Silvesterfeier mit unseren neuen deutschen Freunden gehts am 2.1.2009 weiter nach Colonia Tovar. Dieses Dorf wurde von deutschen Siedlern im 19. Jahrhundert gegründet. Erst 1940 wurde Spanisch als offizielle Amtssprache eingeführt. Hier kann man sehr schnell vergessen dass man sich in Venezuela befindet, das Klima ist mild auf 1.800m, wunderschön in einem Talkessel gelegen.

Küste Venezuela

Bevor wir am Sonntag den 4.1.09 Colonia Tovar verlassen gehen wir mal richtig fett Essen!!! Genehmigen uns eine "Platte Damlau" mit Bratwurst, Stelze und Surbraten samt Kartoffelsalat!!! Ein Traum sag ich euch!!! Bekommen noch von Gabi, der Bäckerin in Colonia Tovar frische Laugenbrezen und ein paar Weihnachtsstollen mit auf den Weg nach Carupano.
Stehen auf dem Weg zur Küste das 1. Mal auf dieser Reise richtig im Stau - ganze 3 Stunden!!! Kommen uns vor wie auf der Tauernautobahn zur Hauptreisezeit! Übernachten auf einer 24 Stunden Tankstelle - allerdings stellen wir mitten in der Nacht fest dass alles finster ist......machen uns am Montag früh aus dem Staub um eventuellen Staus zu entkommen und fahren eine wunderschöne Küstenstrasse mit traumhaften Buchten und Stränden entlang nach Carupano. Hier könne wir in der Posada Nena übernachten die auch von einem Deutschen (Volker) geleitet wird. Soviele Deutsche Auswanderer wie hier in Venezuela haben wir noch nie erlebt!
Allerdings sind wir von dem Strand hier etwas enttäuscht und werden uns wohl auf den Weg Richtung Santa Fe machen um noch ein paar Tage am Strand zu relaxen bevor wir zurück nach Kolumbien müssen wo unsere Reise schön langsam dem Ende zugeht....

Dienstag, 7.1.09: entschliessen uns, wieder zurück nach Santa Fe zu fahren, wo sich einige schöne Strände an der Strecke entlang zogen. Bei der Durchfahrt schaut der Ort allerdings aus, wie irgendein Fischerdorf, ein paar Läden, verlassene und verkommene Strassen! Vom Strand allerdings schaut das Ganze anders aus- einige Posadas (Hotels), Restaurants, sowie der Markt sind nur einige Schritte vom La Sierra Inn, unserer Unterkunft, entfernt. Jose, der Besitzer, ist 83 Jahre alt, und managt den Laden. Dazu gibt er auch noch Englisch- und Spanischstunden, fährt die Leute zum Busbahnhof, usw.!!
Bleiben dort einige Tage, machen einen Ausflug zu den Inseln Las Caracas und La Piscina, geniesen wirklich leere Strände! Verlieben uns in einen Hundewelpen, der am Strand umher streunert, und füttern ihn.
Nur schweren Herzens können wir uns von diesem relaxtem Platz und unserem Babyhund losreissen!!

Ausserdem müssen wir an dieser Stelle einmal festhalten dass wir von Venezuela eigentlich nur das Schlechteste gehört haben und sehr positiv überrascht wurden. Die Leute sind wahnsinnig freundlich - in Santa Fe wurden uns dauernd von den Einheimischen irgendetwas Ess- und Trinkbares in die Hand gedrückt. Vor allem beim Trinken sind Venezolaner einsame Spitze - da gehts schon früh morgens mit der gefüllten Kühlbox an den Strand!!! Das Wort "Gringo" haben wir in diesen Wochen kein einziges Mal gehört, und jeder Zweite spricht Englisch.

Und zurück nach Kolumbien!

Am 13.1.09 ist Schluss mit Lustig, es geht über Santa Theresa (quer durch den Dschungel, wunderschön!) und Valencia entlang der Autopista 5 nach San Christobal.
Finden für die erste Nacht ein Restaurant mit riesiger Poolanlage (die leider geschlossen war). Dürfen aber trotzdem hinter dem Restaurant bei den Papagein und Hasen übernachten - gratis!! Weiter gehts Richtung Süden wo wir in Buanare im Hotel Victoria übernachten, schaffen es am nächsten Tag bis nach San Antonio, ein kleines Städtchen kurz vor der Grenze zu Kolumbien, übernachten wieder in einem Hotel.
Die Ausreiseformalitäten für Venezuela sind schnell erledigt, über 30ig Euro Ausreisesteuer müssen wir allerdings auch noch löhnen. Der Stempel für den Pass in Kolumbien ist auch schnell gehohlt, schwerer wird es den Zoll zu finden. Der ist nämlich in Cucuta und bei 1/2 Million Einwohner und ohne richtige Beschilderung haben wir nach fast 2 Stunden endlich den Zoll am Stadtrand gefunden. Allerdings muss Richard erst mal die kurze Hose gegen eine lange tauschen weil sonst darf er da nicht rein!!!!!
Nach guten 2 Stunden ist auch unser letzter Grenzübergang nach 10 Monaten geschafft.
Schaffen noch gut 70ig km bis Pamplona, eine kleine Stadt in den Bergen, wo uns Nebel, Regen und ziemlich kühle Temperaturen an zu Hause erinnern! Schlafen auf einem 24-Stunden Parkplatz und morgens gehts weiter nach San Gil. Ab Bucaramanga kennen wir den Weg ja schon.
Finden in San Gil einen netten Campingplatz mit Pool und geniessen noch einige Tage bei Sonnenschein und warmen Temperaturen.
Irgendwie können wir es noch gar nicht glauben dass unsere Reise nun wirklich dem Ende zugeht und wir am 12.2. wieder zu Hause sind......

Von San Gil zurück nach Villa de Leyva

Freitag 23.01.09: nach einigen Tagen in San Gil wo Richard noch fest am Auto schraubt und Bremsen sowie Stossdämpfer erneuert fahren wir am Mittwoch nach Barichara. Ein nettes kleines Kolonialdorf ca. 25 km von San Gil entfernt. Bleiben hier eine Nacht auf einem Camping und schauen uns noch Guane an, ein Minidorf am Ende der Strasse. Wirklich total entzückend, nur leider gibt genau hier unsere Kamera den Geist auf.....
Dafür werden wir am nächsten Tag am Camping von einem Fernsehteam gefilmt und interviewt, ja,ja wir sind jetzt grosse TV-Stars in Kolumbien, da schaut ihr!!!! (Zumindest im Regionalsender von Barichara......).
Sind nun wieder in Villa de Leyva gelandet wo wir die nächsten Tage bleiben, bis wir uns aufmachen nach Bogota um am 3.2. Sandra & Ivonne abzuholen, die unser Auto mieten. Allerdings haben die hier auf dem Campingplatz 5 entzückende Babyhunde, vielleicht sollen wir doch noch einen einpacken.......
Servicearbeiten am Auto sind auch zu machen, der Deutsche Marco schweißt uns eine neue Auspuffhalterung, von Herbert (A) und Manfred (D), dem Wirt der Dofkneipe, kriegen wir neue Rahmen für unsere Campingfenster.
Nach 1 1/2 Wochen, wo wir noch wärmere Temperaturen haben, gehts weiter nach Bogota, dem (fast) letztem Ziel unserer Reise. Manfred quartiert uns kurzerhand in seiner Wohnung, im Norden der Stadt, ein.
Wir räumen unser Auto leer, kommen drauf, dass wir viel zu viel Klumpert haben, und machen uns auf die Suche nach Taschen... Besichtigen aber auch die Stadt, fahren auf den Berg Montserrat, von dem wir eine traumhafte Aussicht haben.
Sandra & Ivonne beschließen im letzten Moment, unser Auto zu kaufen, da ihre Reise ein Open- End hat... Somit sind auch unsere Pläne, im nächsten Winter für ein paar Wochen wiederzukommen, in weite Ferne gerückt!
Nach angenehmen Tagen in Bogota bringt uns Manfred mit seiner Frau Isabel am Samstag, den 7.2. zum Flughafen, von wo es weitergeht nach Madrid, dem letzten Stopp auf unserer Reise!
Mit 60 kg Gepäck checken wir ein, bei Iberia kein Problem.....

Madrid!

Am Morgen des 8.2., Petras Geburtstag, landen wir bei eisigen 8° Grad in der spanischen Hauptstadt. Mit dem Taxi (der Taxameter steigt im Sekundentakt!!) gehts in das Hotel Praga, nahe dem Zentrum der Stadt. Schon am Abend versucht mir ein Trickbetrüger Geld aus der Geldbörse zu klauen (und schafft es fast!!), und am nächsten Tag geht eine Autobombe im Messezentrum hoch- sicheres Europa!!!
Aber die Stadt hat sehr viel zu bieten, und auch die Temperaturen klettern noch auf bis zu 15° Grad, für uns zwar kalt, aber noch zum Überleben....
Wie wird das am Donnerstag, wenn wir in München landen???